Der Bienenzuchtverein Merkstein

Die Imker in Herzogenrath-Merkstein

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Chronik des Bienenzuchtvereins Merkstein

Der Bienenzuchtverein Merkstein existiert in seiner gegenwärtigen Form seit 1945. In ihm organisieren sich nach dem Zusammenbruch am Ende des zweiten Weltkriegs und der Auflösung des bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Bienenzuchtvereins Herzogenrath und Umgebung die Imker des Ortsbereichs Merkstein. Die Chronik (1932 – 1945) des erloschenen Vereins übernimmt der Merksteiner Verein.

Juni 1980: die Imker am Stand Billmann


1945

Im Bienenzuchtverein Merkstein finden sich zunächst 15 Imker zusammen, die mit den Völkern beginnen, welche die Verwüstungen der letzten Kriegstage überstanden haben (8. Aug. 1945). Erster Vorsitzender wird Peter Sahler, Schriftführer Gottlieb Neuhaus.


1946

Im Jahre 1946 wählt man dann Paul Grimser zum 1. Vorsitzenden, zum Schriftführer Hubert Klein und zum Kassierer Matthias Eßers (frühere Schreibweise Ehsers). Dem Verein gehören nunmehr 18 Imker mit immerhin schon 85 Völkern an.


1947

Die ersten Protokolle der Vereinstreffen nach 45 spiegeln deutlich die Notsituation der Zeit. Zur Auffütterung der Bienen für den Winter erhalten die Imker nur Zucker, wenn sie als Vorleistung 4 Pfund (2 kg) Honig je Volk abliefern. Bei der Auslieferung des Zuckers fehlen dann 25 kg (1947). Auch das symptomatisch!


1948

Der spätere langjährige Vorsitzende Leopold Billmann tritt dem Verein bei. Sein Nachbar und Freund P. Grimser hat ihn für die Bienenhaltung begeistern können. In diesem Jahr übernimmt M. Eßers neben seinem Amt als Kassierer auch das des Zuchtwarts. Die Schaffung dieser Funktion spiegelt das Bemühen um die Verbesserung der Bienensubstanz. Man entschließt sich, Tiere der „Kleinewegen-Rasse“ einzukreuzen. Kleinewegen war ein Züchter vom Niederrhein, der um 1935 Italienerbienen ( Apis m. mellifica Ligustica) züchterisch bearbeitete. Man würde korrekt besser von Linie als von Rasse sprechen.


1950

Gottlob wird seit der Währungsreform (1948) der Zucker nicht mehr bewirtschaftet, was die Winterversorgung der Völker sehr erleichtert. Im Kreis Erkelenz befällt Faulbrut (Europ./ Amerikan. (?)) die Bienen einiger Stände. Erich Boege wird neuer Schriftführer. Man nutzt die Heidetracht in der belgischen und der Teverener Heide (Spättracht aus Besenheide – Calluna vulgaris (Bienenweide/Trachtpflanzen)).


1951

Im Jahr 1951 zählt der Verein 31 Mitglieder mit 232 Völkern. Für ihre Verdienste in der Bienenhaltung werden Peter Sahler, Josef Heck und Kollege Krantz durch Verleihung der Silbernen Ehrennadel geehrt. Mit dem Ergebnis der Wanderung in die Heide ist man zufrieden. Es wird als gut bezeichnet. Die Imker bemühen sich verstärkt um Verbesserung der Bienenweide. Unter tätiger Mithilfe des EBV pflanzt man Bäume, Sträucher und sät in größerem Maßstab Kräuter. Erstmals spricht der Chronist von Problemen mit der Landwirtschaft. Die chemische Bekämpfung des Kartoffelkäfers und des Unkrauts schädigt vor allem stark die Völker, welche im engeren Stadtbereich Herzogenraths stehen.


1952

Im Jahre 52 sind 30 Imker verzeichnet. Die Vereinsmitglieder besuchen die Zuckerfabrik in Jülich.


1952: am Stand Boege


1953

Dies ist ein schwarzes Jahr! Im Winter 52/53 gehen 54 Völker ein. Man mutmaßt, dass mangelnde Einfütterung die Ursache sein könnte. Der Imkerfreund Jansen erleidet Totalverlust. Hochwasser der Wurm verwüstet seinen Stand und vernichtet seine Völker. Diese Ereignisse zeigten Wirkung.


1954

Die Zahl der Imker schrumpft auf 25, die der Völker auf 159. Die letzten drei Jahre werden von den Bienenhaltern als enttäuschend eingestuft. Die insgesamt unbefriedigenden Ernteergebnisse führen zu intensiverem Nachdenken über die Ursachen und über Wege aus der Misere. Man erörtert, Carnica-Reinzuchtkönigin-nen (siehe hierzu auch Bienenrassen) der Linien Peschetz, Troiseck und Sklenar anzuschaffen und zu prüfen. Im Protokoll ist verzeichnet, dass mit sechs Bienenrassen experimentiert wird. (Heute würde man wohl eher von Linien sprechen.) Kollege Queins löst als Zuchtobmann M. Eßers ab. Der Honigpreis, einschließlich Glas, steigt auf 3 DM für 500 g.


1955

Die Pechsträhne setzt sich fort. Auch im Winter 54/55 sind die Bienenverluste wieder sehr hoch. Die Zahl der Imker schrumpft erneut, nunmehr auf 22. Der Verein bestellt zwei Reinzuchtköniginnen. Sie können aber nicht geliefert werden, das Wetter spielt in diesem Jahr nicht mit.


1956

Den Winter 55/56 überleben von 150 eingewinterten Völkern nur 92. Die ungünstige Witterung im Herbst 55 wird als Ursache genannt. Der Verein wächst aber um drei auf 25 Mitglieder. In diesem Jahr werden Troiseck- und Sklenar-Reinzuchtköniginnen gekauft. Die Imkerfreunde Grimser und Queins nehmen sie in Obhut. Die Völker mit den eingeweiselten Königinnen entwickeln sich zufriedenstellend.


1957

Das Protokoll nennt als 1. Vorsitzenden Paul Grimser, als 2. Vorsitzender N.N. Braun und als Schriftführer Erich Boege. Nach wie vor verwaltet Matthias Eßers die Kasse des Vereins. Für das 500g-Glas werden in diesem Jahr 3,50 DM bezahlt. Die Mitgliederzahl schrumpft auf 21 mit 141 Völkern. In diesem Jahr sind die Völker stark von Nosema befallen.


1958

1958 wandert man zum wiederholten Male in den Raps nach Dirnhausen (?).1958 halten 18 Imker 147 Völker.


1959

Im Jahre 1959 hat man große Probleme mit der Milbenerkrankung. Es ist wahrscheinlich Befall durch die Tracheenmilbe (Acarapis woodi) gemeint. Merkstein wird Sperrbezirk. Die Merksteiner Imker entschließen sich nun ganz auf Carnica-Bienen (siehe Bienenrassen) umzustellen.


1960

1960 werden vermehrt Carnica-Königinnen zugekauft. Auf einem weiteren Stand stellt man den Befall durch Milben fest. Merkstein bleibt ein weiteres Jahr Sperrbezirk.


1961

1961 greift man zu rigoroseren Mitteln, der Milbenseuche Herr zu werden. Es ist von Abschwefeln (Töten von Völkern) die Rede. Die Sperrung wird aufgehoben. Inzwischen bewirtschaften 17 Imker 137 Völker. Herr Heck, er gehörte schon dem Vorgängerverein ab 1932 an, erhält die Goldene Anstecknadel, Matthias Eßers und Erich Boege die Silberne. Der Verein wechselt das Stammlokal. Bis zum Tage treffen sich die Imker in der Gaststätte „Zum alten Rathaus“.


1962/63

Die Umstellung auf die Carnica-Biene ist abgeschlossen. Alle Stände sind mit Reinzuchtköniginnen bestückt. Es zeigen sich Erfolge in der Haltung und im Ertrag. Der Verein hat 16 Imker mit 136 Völkern. Im Folgejahr (1963) zählt der Verein nur noch 14 Imker bei gleich gebliebener Völkerzahl.


1964

In diesem Jahr freuen sich die Imker über eine gute Frühtrachternte. Weitere Völker werden mit Carnica-Reinzuchtköniginnen umgeweiselt. Paul Grimser erhält die Goldene Ehrennadel für seine verdienstvolle Arbeit (Gründungsmitglied von 1945) in der Bienenzucht und Haltung.


1965

In einem Protokoll von1965 werden interessanterweise auch Zahlen über den Ertrag genannt. So ernten in diesem Jahr 13 Imker im Schnitt 20 bis 22 kg pro Volk. Sie erzielen 4 DM für das 500g-Glas.


1966

Der Verein kauft Königinnen beim Züchter Scheuven in Straelen (Niederrhein).


1967

Das ist wieder ein schwieriges Jahr für die Imkerei. Die insgesamt 13 Bienenhalter können von 98 eingewinterten Völkern (Herbst 66) nur 59 (Frühjahr 67) auswintern. Mancher Stand ist ganz verwaist. Nosema-Befall wird als Ursache angenommen.


1968

Die Vorstandswahl in 1968 bringt folgende Zusammensetzung: 1. Vorsitzender: Paul Grimser, 2. Vorsitzender: Herr Brück, Kassierer: Matthias Eßers, Schriftführer: Erich Boege, Seuchenwart: Leopold Billmann, Zuchtwart: Herr Juchems


1969

1969 erleiden die Bienenhalter erneut empfindliche Völkerverluste. Sieben Königinnen werden in Mayen zugekauft.


1970

Die beiden ungünstigen Vorjahre haben die Völkerzahl in 1970 auf 44 Einheiten schrumpfen lassen. Der Honigpreis 500g-Glas bleibt bei 4 DM.


1971

Paul Grimser und Matthias Eßers können auf 25-jährige Vorstandsarbeit zurückblicken.


1972

Todesfälle und Austritte lassen den Verein empfindlich schrumpfen. 1972 ist ein Krisenjahr.


1973

Die Imker ernten 20 kg im Durchschnitt pro Volk. Das 500g-Glas kostet jetzt 4,50 DM. Erstmals werden Trogbeuten (T 120) ( siehe Beuten) angeschafft. Einige Imker nutzen diese Beutenform mit Erfolg bis zum Tage.



1976: Paul Grimser wird Ehrenmitglied

1974/75

Die Schriftführung wechselt von Erich Boege zu Gerhard Jansen. G. Jansen übernimmt den Vorsitz von P. Grimser. Dieser schafft die Bienen ab. Leopold Billmann muss wegen Baumaßnahmen seinen bisherigen Stand aufgeben. Er findet einen neuen Standplatz in Worm bei der Kläranlage. Auch Willi Rahn ist auf der Suche nach einem neuen Standplatz. 13 Mitglieder (10 mit, 3 ohne Bienen) gehören dem Verein an. Je Volk werden im Schnitt 22 kg geschleudert. Es finden Gespräche mit den Kohlscheider und Bardenberger Imkern über Zusammenlegung der Vereine statt.


1976

In diesem Jahr wählen die Vereinsmitglieder einen neuen Vorstand. G. Jansen wird im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt. Gleiches gilt für den Kassierer M. Eßers. L. Billmann führt die Funktion des Seuchenwarts fort und übernimmt zusätzlich den stellvertretenden Vorsitz. Paul Grimser wird Ehrenvorsitzender und erhält eine Urkunde. In diesem Jahr versucht man sich auch wieder mit der eigenen Königinnenzucht.


1977

Die Imker halten nur noch 54 Völker.


1978

L. Billmann übernimmt den Vorsitz, Kollege Kreutzkamp die Stellvertretung. Klaus Tautges erhält die Bronzene Ehrennadel.

1979

Die Zahl der Völker sinkt auf 53! Man denkt intensiv über eine Vereinigung der Merksteiner und Bardenberger Vereine nach.


1980/81

Matthias Eßers ist 40 Jahre Imker und seit 35 Jahren Kassierer des Vereins! Das wird ehrend vermerkt. Trotz zeitweise ungünstiger Witterung können passable Erträge erwirtschaftet werden. Das 500g-Glas wird mit 5,50 DM gehandelt.


1982

Der Kohlscheider Verein löst sich in diesem Jahr auf (siehe Chronik des Bienenzuchtvereins Kohlscheid). Fünf Kohlscheider Imker schließen sich dem Merksteiner Verein an. 82 tritt die Varroa–Milbe in das Blickfeld der Imker. Bis dato ist die Varroa nur sehr gut unterrichteten Bienenhaltern ein Begriff (Der Parasit ist erst seit Anfang der siebziger Jahre für Europa nachgewiesen).


1983

Nun ändert sich das rasant. Die Varroa-Milbe hat das Kreisgebiet erreicht. Große Ratlosigkeit! Lässt sich das Vordringen stoppen? Wie kann man die Milbe, falls sie Merksteiner Völker befällt, bekämpfen?


1984

Jetzt ist sie da! In den Völkern der Merksteiner Imker wird die Varroamilbe nachgewiesen. Mit dem Zuzug aus Ostasien beginnt für die Imker und die Westliche Honigbiene eine schwere Zeit (Bienenrassen, Varroa). Bei der Neuwahl des Vorstandes bleibt L. Billmann 1. Vorsitzender. Dieter Kessel wird Stellvertreter und übernimmt zusätzlich die Funktion des Seuchenwarts für den Bereich Merkstein. Gerhard Schmitz wird Schriftführer, Franz-Josef Capellmann sein Stellvertreter. Matthias Eßers bleibt Kassierer und Alfred Moerle soll als Seuchenwart den Bereich Kohlscheid betreuen.


1985

Aus gesundheitlichen Gründen muss L. Billmann kürzer treten. D. Kessel übernimmt den geschäftsführenden Vorsitz. Klaus Tautges erhält die Silberne Ehrennadel. Richtpreis für den Honig ist 7 DM.


1986

Dieter Kessel übernimmt den Vorsitz von L. Billmann. Leopold Billmann und Matthias Eßers erhalten den Ehrenbrief des Deutschen Imkerbundes für ihre Verdienste um den Verband in der Vereinsarbeit.


1987

In diesem Jahr stürzt der Kreisvorsitzende Hans Bleimann bei Baumschneidearbeiten aus der Krone einer Linde zu Tode. H. Bleimann hat über Jahrzehnte die Bienenzucht im Kreis maßgeblich beeinflusst. Ein empfindlicher Verlust in der Sache und für viele auch der Verlust eines väterlichen Freundes und hilfsbereiten Beraters. Karl Soumagné aus Monschau-Höfen wird sein Nachfolger.


1987/88

Der Merksteiner Verein durchlebt eine dunkle Phase. In eineinhalb Jahren versterben fünf Imkerfreunde: Klaus Tautges, Karl Florian, Leopold Billmann, Paul Grimser, Alfred Moerle.


1989/90/91

Für die Jahre 1989 bis 1991 ist wenig aufgezeichnet. Es sind Jahre des Experimentierens, was die Bekämpfung der Varroa-Milbe anbetrifft. Bald ist allen klar, dass sich der Parasit bekämpfen, aber nicht vernichten lässt. Die Imker lernen, mit der, besser, trotz der Varroa zu imkern - bis zum Tage. 1989 erhält Matthias Eßers die Ehrenplakette des Imkerverbandes Rheinland. 1990 werden Dieter Kessel, Heinrich Kruse und Gerhard Schmitz mit der Bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet.


1990: Ehrungen Kessel und Kruse


1992

Es kommen und gehen Leute. 1992 setzt sich nach Neuwahl der Vorstand des Vereins wie folgt zusammen: Vorsitzender: Gerhard Schmitz, Stellvertreter: Heribert Kaußen, Kassierer: Matthias Eßers, Schriftführer: Johannes Billmann, Stellvertretender Schriftführer: Franz-Josef Capellmann, Seuchenwart: Willi Rahn

Anfang 80er-Jahre/1993

Mit Beginn der achtziger Jahre vollzieht sich langsam auch ein Generationenwechsel. Durch den Beitritt einer Reihe von Leuten mittleren Alters, teils von Anfängern, die auch betreut werden müssen, aktiviert sich das Vereinsleben. Neue Verfahrensweisen werden diskutiert und erprobt. U. a. widmet man sich intensiv der Königinnenzucht.

1994

Michael Mahr erhält die Bronzene Ehrennadel (15 J. Imker).


1995

Im Jahre 95 zählt der Verein 14 Mitglieder, die auf ihren Ständen 40 Bienenvölker halten. Im Februar wird Matthias Eßers auf Grund seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Verein die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Gehard Schmitz erhält die silberne Ehrennadel. Im Mai fahren einige Mitglieder zu Imkerfreund Rudi Vogel nach Eupen, um Zuchtstoff für die Königinnennachzucht zu gewinnen. Freund Rudi ist Carnicareinzüchter und seit1994 Mitglied des Vereins.

Inzwischen besteht der Verein 50 Jahre. Aus Anlass des Jubiläums gestaltet der Verein eine Ausstellung. Als Exponate sind sowohl historische als auch noch in der gegenwärtigen Bienenzucht gebräuchliche Gerätschaften wie Beuten, Schleudern und dergleichen zu sehen. In einer Schaubeute ist das Gewimmel im Bienenvolk zu beobachten. Zudem wird vielfältige textliche und bildliche Information geboten.

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Bericht der AVZ vom 27. Juni 1995

1996

In diesem Jahr wählen die Vereinsmitglieder regelgerecht den Vorstand für die kommenden vier Jahre. Gerhard Schmitz wird als 1. Vorsitzender bestätigt, ebenso Heribert Kaußen als sein Stellvertreter, Johannes Billmann als Schriftführer und Matthias Eßers als Kassierer.

Der Verein hat 14 Mitglieder mit 42 Völkern. In diesem Jahr versterben Marian Szymanski und Heinrich Kruse.

Auch in diesem Jahr bezieht der Verein wieder Zuchtstoff von Rudi Vogel (Maden aus gekörten Völkern). Im Juni fährt der Verein in die Eifel. Mathias Eßers und F. J. Capellmann bereiten die Fahrt vor. Mathias führt seine Imkerfreunde in einer kleinen Wanderung durch ein Waldgebiet bei Hellenthal. Nach einer fröhlichen Schnapsrunde fährt die Gruppe weiter nach Reifferscheid. F. J. Capellmann führt durch die Burgruine. Vom Bergfried genießt man den Weitblick. Den Tag beschließt der gemeinsame Kaffee. Im August lädt das Ehepaar Lorenz in seinen prächtig blühenden Sommergarten ein. Es wird ein vergnüglicher Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.


Vereinsausflug 2.6.1996


1997

In 97 zählt der Verein auf Grund der Todesfälle des Vorjahres nur noch 12 Mitglieder. Die Anzahl der Völker ist leicht auf 43 gestiegen. In diesem Jahr tritt im Kreisgebiet die Amerikanische Faulbrut (AFB) auf. Diese für die Bienen gefährliche Erkrankung gilt als Seuche und ist meldepflichtig. Zunächst stellt man in Monschau-Höfen und in Aachen Befall fest. Es werden Sperrbezirke gebildet. Im Herbst ist dann auch Merkstein befallen. Der Kreisveterinär ordnet Sanierungsmaßnahmen an, die durchgeführt werden. Karl Leisten erhält die Bronzene Ehrennadel für 15 Jahre Mitgliedschaft.


1998

Die Mitgliederzahl ist gleich geblieben, die Zahl der Völker auf 55 gewachsen. Der Sperrbezirk für Merkstein kann nach erneuter Überprüfung auf Faulbrut im Frühjahr aufgehoben werden.

98 ist ein Jahr der Ehrungen. Johannes Billmann, F. J. Capellmann, Eduard Hirsch und Heribert Kaußen erhalten die Bronzene Nadel. Willi Rahn wird mit Silber (25 J. Imker) geehrt. Die Königinnennachzucht aus reinerbigen Muttertieren von Rudi Vogel zeigt Früchte. Auf den Ständen zeigt sich die positive Wirkung des jetzt schon mehrjährigen Bemühens. Die Völker sind im Schnitt sanftmütig, wabenstet, vital und ertragreich.


1999

Die Mitgliederzahl ist zunächst noch auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Leider verstirbt im Oktober das letzte Gründungsmitglied von 1945, Matthias Eßers, der auch seit 1945 Kassierer des Vereins war. Am 11. September lud M. Eßers noch zu einem Grillfest ein, um mit seinen Vereinskameraden sein 60jähriges Jubiläum als Bienenhalter zu feiern.

Im Jahr 1999 stehen auf den Ständen der Merksteiner Imker 57 Bienenvölker.


2000

Elf Imker gehören dem Verein an. Sie halten 56 Völker. In diesem Jahr finden turnusmäßig Vorstandswahlen statt. Die Funktionsverteilung bleibt im Wesentlichen wie 1996. Heribert Kaußen übernimmt den vakant gewordenen Posten des Kassierers. Den stellvertretenden Vorsitz hält er bei. In diesem Jahr hätte der erloschene Kohlscheider Bienenzuchtverein 100jähriges Bestehen feiern können. Die letzten 5 Mitglieder dieses Vereins schlossen sich im Jahr 1982 dem Merksteiner Verein an.

Nach wie vor bedroht die Varroamilbe die Völker. In der Bekämpfung dürfen die Imker nicht nachlassen, zumal die Milbe als Vektor für die Übertragung von Vieren und Bakterien (siehe dazu auch Varroa) gilt. Es kommt immer wieder, auch in Merkstein, zu Völkerverlusten.

Am 12. August treffen sich die Imker zum Grillen im Garten des Imkerfreundes F. J. Capellmann. Selbstverständlich wird auch der Stand angeschaut und das Treiben an den Fluglöchern beobachtet.


2001

Die Mitgliederzahl bleibt wie im Vorjahr. Die Imker halten nur noch 41 Völker. Imkerfreund Rahn muss seinen Stand räumen und vorübergehend die Bienenhaltung einstellen. Er erhält wegen besonderer Verdienste um Imkerei und Vereinsleben die Bronzene Plakette des Landesverbandes Rheinland. Willi imkerte seit 28 Jahren und hoffentlich bald wieder. Im August wandern die Vereinsmitglieder unter Führung des Imkerfreunds H. Kaußen im Broichtal bei Euchen. Anschließend kehrt man zu einem kleinen Gartenfest bei Familie Kaußen ein. Man diskutiert am Stand über gut Gelungenes und Verbesserungswürdiges.



2002

Die Mitgliederzahl bleibt bei elf. Die Völkerzahl steigt auf 57. Hans Lorenz erhält für seine 15jährige inaktive Mitgliedschaft im Verein und der Förderung der Sache der Imkerei eine Ehrenurkunde des Vereins. Gerhard Schmitz ehrt man mit der Goldenen Ehrennadel (40 J. Imker, Jahre im Vorstand und als Kassierer des Kreises zählen doppelt). Am 14.08. stirbt der Kreisvorsitzende, Karl Soumagné. Der Vorstand des Merksteiner Vereins nimmt an der Beisetzung teil.


2003

Elf Imker melden 51 Völker. Auf dem Kreisvertretertag Anfang März wird Gerhard Maaßen zum Kreisvorsitzenden gewählt. Im Mai unterrichtet Rudi Vogel auf Ternell bei Eupen einige in dieser Hinsicht weniger erfahrene Vereinskameraden im Entnehmen von Zuchtstoff und der Bildung eines Anbrüters. Dauerthema bei den Sitzungen des Vereins seit den frühen achtziger Jahren bleiben die verschiedenen Verfahren der Varroabegrenzung. Die Wissenschaft findet immer mehr unterschiedliche Viren, die durch die Varroa übertragen werden, wahrscheinlich bedingt durch die weltweite Verschickung von Bienenvölkern. Es gibt Anzeichen, dass die Bienen Vitalitätseinbußen erleiden. Absenken der Varroabelastung ist das Gebot der Stunde.


2004

Im Jahre 2004 halten elf Imker insgesamt 56 Völker. Das Ehepaar Rahn lädt zur Goldhochzeit. Als Geschenk erhalten die beiden eine geschnitzte Statue des hl. Ambrosius, Patron der Imker. Der Vorstand wird für weitere vier Jahre bestätigt (siehe 1996 und 2000).

Willi Rahn hat inzwischen wieder einen Standplatz für seine Beuten und auch wieder Bienen.


2005

Ein Jubiläumsjahr! Der Verein wird 60 Jahre alt. Zwei „Neuimker“ können begrüßt werden. Damit steigt die Zahl der Mitglieder auf dreizehn. 55 Völker stehen auf den Ständen. Die Zuchttage finden bis 2005 entweder auf dem Stand von Rudi Vogel oder auf Ternell statt. Ternell liegt zwischen Eupen und Kalterherberg und bietet sich deshalb an, weil R. Vogel im Naturschutzzentrum Ternell Imkerschulungen durchführt.

Der Verein schickt Futterkranzproben an die Pathologie des Bieneninstituts in Mayen zur Überprüfung auf AFB. Die Proben sind negativ. Es droht gegenwärtig also keine Gefahr. Am 10.12. feiern die Imker. Im Rahmen eines Ehrenabends zum 60jährigen erhält Gerhard Schmitz den Ehrenbrief des Imkerverbandes Rheinland. Die Imker Johannes Billmann, Heribert Kaußen und Michael Mahr werden mit der Silbernen Nadel (25 J.) ausgezeichnet. Die Ehrungen nimmt der Kreisvorsitzende Gerhard Maaßen vor.


2006

Erneut steigt die Mitgliederzahl um eine Person. Nunmehr werden 66 Völker gehalten. Mit einer Standbesichtigung im Rahmen des Zuchttages am 28.05. wird das neu errichtete Bienenhaus von J. Billmann in Worm-Wildnis eingeweiht. Der Zuchtstoff stammt von R. Vogel. Das Haus bietet Platz für neun Trogbeuten und eine Reihe von Begattungskästchen. Interessant ist, dass Johannes eine elektrisch betriebene Hebeeinrichtung zum Anheben und Absetzen der Honigräume eingebaut hat. Am 13.08. treffen sich die Imker mit ihren Frauen beim Ehepaar Kaußen zum Frühstück. Anschließend fachsimpeln die Imkerkollegen am Stand von Heribert. Im November trifft sich der harte Kern zum Wachstag bei J. Billmann. Nicht immer können naturgemäß alle Kollegen. Der Wachstag hat Tradition. Lange bot er tatsächlich Gelegenheit den Umgang mit Wachs zu erlernen – Mittelwände, Kerzen und Weihnachtsschmuck zu gießen. Inzwischen dient er aber auch der Weiterbildung in anderen Themenbereichen. In diesem Jahr führt R. Vogel vor, wie er Bärenfang und Met herstellt. Ebenfalls schon seit ca. 40 Jahren lädt der Vorstand am Namensfest des Hl. Ambrosius im Dezember zu einer Messe in Gedenken an die Verstorbenen des Vereins. Auf dem Altar steht dann eine stattliche Kerze aus Bienenwachs. Anschließend laden, jetzt auch schon über Jahre, Rosalinde und Gerhard Schmitz zu einem gemeinsamen Essen mit den Imkern und ihren Frauen ein. Das Beisammensein bildet einen schönen Abschluss für das Imkerjahr.

Die eingesandten Proben zur Überprüfung auf AFB sind negativ. Das ist beruhigend zu wissen angesichts der Tatsache, dass in Stolberg und Aachen Sperrbezirke eingerichtet werden müssen, weil dort Faulbrut festgestellt wurde.


2007

In diesem Jahr wächst der Verein erneut, nunmehr auf 15 Mitglieder. Dagegen schrumpft die Völkerzahl leicht auf 61. Zuchttag ist in diesem Jahr am 06.05. auf dem Stand von Gerhard Schmitz. R. Vogel bringt eine Wabe mit Zuchtstoff mit. Die Mutter ist eine instrumentell besamte Carnica-Königin aus der Züchtertradition Sklenars. Wenn der Chronist sich recht erinnert, handelt es sich um eine Königin, entweder der Linie H 47 oder der Linie 954. Rudi Vogel gehört dem Züchterring Egge-Senne an.

Die eingesandten Futterkranzproben (AFB) sind, erfreulicherweise, wie in den Vorjahren, negativ.


2008

Im August haben die Imker den Tod eines Mitglieds zu beklagen. Sie geleiten Hermann Stahs zu Grabe, der erst im Vorjahr in den Verein eingetreten war. In 08 halten zu Ende des Jahres 14 Imker 65 Völker. Die Futterkranzproben bleiben negativ. Der Vorstand wird in der bisherigen Form bestätigt und ist Willens, die Funktionen weiter auszufüllen. Das Imkerjahr klingt aus mit einem Familienabend am 06.10., dem Wachstag sowie der Messe und dem Beisammensein zum Ambrosiustag. Im Rahmen des Familientreffens erhalten F.J. Capellmann und E. Hirsch die Silberne Ehrennadel (25 J. I.). Mittels Filmmaterial und Erörterung vertiefen die Anwesenden am Wachstag das Wissen über die Königinnenzucht. Zudem schauen sie einem Berufsimker über die Schulter.


2009

14 Imker halten 63 Völker. Leider muss Willi Rahn im Laufe des Jahres schweren Herzens die Imkerei aufgeben. Die Arbeit fällt ihm immer schwerer. Er kann aber noch an der Fahrt des Vereins zum Tag der offenen Tür nach Mayen teilhaben. Beim Familienabend am 05.10. soll Willi Rahn für 35 Jahre Imkerei Anerkennung finden. Er kann aber die Ehrung selber nicht entgegennehmen, weil ihn seine schwere Erkrankung ans Bett fesselt. Rudi Vogel wird für 15jährige tatkräftige Mitgliedschaft geehrt.


2010

Im Sommer müssen die Imker Abschied nehmen von einem liebenswürdigen, immer hilfsbereiten Freund. Am 07.06. stirbt Willi Rahn, ein halbes Jahr, bevor er 80 geworden wäre.

14 Imker betreuen in diesem Jahr 63 Völker. Der Verein senkt sein Durchschnittsalter um einiges. Ein junger Mann (18) der sich für die Imkerei begeistert hat, tritt dem Verein bei. Er kann den Bienenwagen und den Standplatz von Willi Rahn übernehmen. Er bringt ein Volk mit und bekommt von Vereinskollegen noch zwei Ableger nebst Trogbeuten, so dass er gleich mit einem guten Bestand in den ersten Winter gehen kann. Mit E. Hirsch übernimmt ein erfahrener Bienenhalter die Anleitung des Jungimkers. Am 04.10. wird E. Endter mit der Ehrennadel in Bronze (15 J.) ausgezeichnet. J. Billmann lädt im November zum Wachstag, G. Schmitz im Dezember zum Ambrosiustag.

Zuchttag bei Rudi Vogel in Eupen; von links Heribert Kaußen, Karl Leisten, Willi Rahn, Rudi Vogel

2011

In der Hauptversammlung am 07.02. beschließen die Versammelten, den Vorschlag aufzugreifen, einen Internet-Auftritt (Homepage) zu entwickeln. Ein Gerüst liegt vor. Am 01.03. sollen die ersten Texte und Bilder unter www.bienenzuchtverein-merkstein.de aufrufbar sein. Die Bienen unseres „Frischlings“ sind wohlauf. Eduard und sein Eleve haben bei K.Leisten 2 Trogbeuten für ihn abgeholt. 2 Beuten stellt Eduard. Patricks Bienenwagen ist dann schon voll ausgestattet.

Die Frühtracht des Jahres 2011 fällt außergewöhnlich ertragreich aus. Sehr früh im Jahr wird es warm und trocken. Ab der Salweidenblüte können die Bienen alle Trachten nutzen – Salweide, Kirschpflaume, Schlehe, Kornelkische, Wildkirsche, Raps, Felsenbirne, das gesamte Obst, Weißdorn, Löwenzahn und die übrigen Frühlings- und Frühsommerblüher der Krautschicht, bis hin zur Robinie, nur unterbrochen von wenigen Regentagen. Ein Trachtverlauf, wie ihn die älteren Imker in Jahrzehnten nicht erlebten.

In den starken Völkern findet auch die Varroa (auf den Bienen und in der Brut schmarotzende Milbe) beste Bedingungen. Wer im Herbst und Winter 2010 bei der Bekämpfung schlampig war, hat jetzt ein Problem. Die Imker versuchen im Laufe des Frühjahrs und des Sommers durch Entnahme der Drohnenbrut die Entwicklung der Varroa zu begrenzen.

Ende Juni ändert sich das Wetter dann. Es wird kühl und nass den gesamten Sommer über, so dass man von verkehrten Jahreszeiten sprechen kann. Die Spättracht fällt entsprechend mager aus. Trotzdem ist es in der Summe für die Imker ökonomisch ein erfolgreiches Jahr. Anfang Juli ist ein Vereinsmitglied,der Imker H. Kaußen aus Würselen-Euchen, von einem Vergiftungsfall betroffen, mit ihm noch weitere Imker im Radius von fünf Kilometern mit rund 50 Völkern. Ein Landwirt bringt das für Bienen hochtödliche Insektizid Dimethoat unsachgemäß gegen Blattläuse aus. Als Nebenwirkung bildet sich auf der Blattoberschicht durch die Ausscheidungen der Blattläuse eine zuckrige Schicht, der „Blatt-Tau“, der von Bienen gesammelt wird. Die Imker verlieren ihre gesamten Flugbienen. Da der Fall eindeutig ist, können die Imker wenigstens Entschädigung geltend machen. Die auch gezahlt wird.

Herbst und Winter verlaufen dann wieder außergewöhnlich mild mit langen Schönwetterphasen im Herbst.

Dieser untypische Witterungsverlauf des Jahres 2011 stellte die Imker auch vor besondere Herausforderungen.

Die Völker haben sich im Verlauf der insektengünstigen Frühphase des Jahres prächtig entwickelt. Sie gehen stark in den Sommer und in den Herbst. Es folgen ein ganz ungewöhnlich milder November und Dezember. Manche Völker möchten gar nicht aus der Brut gehen bis in den Dezember hinein. Bis 31.12. gibt es nur zwei Nächte, in denen sich die Temperatur in Richtung Null bewegt. Für die Restentmilbung wird es diesmal schwierig. Der Einsatz von Oxalsäure macht nur Sinn im brutlosen Volk. Die Anwendung ist aber nur bis 31.12. des Jahres erlaubt, da sonst Rückstände im Honig des Folgejahres möglich sind (Sechswochenfrist).

Die Bieneninstitute prognostizieren auf Grund der Verlustmeldungen im Herbst Ausfälle von bis zu 30 % bundesweit.

Ein weiterer Imker findet im Herbst auf seinem Stand nur noch leere Kästen und tote Reste seiner Völker. Da der Schaden mit Verzögerung bemerkt wird, ist die Ursache nicht mehr feststellbar.

Ebenfalls im Herbst klagen einige Imker des Vereins über leere Kästen und Königinnenverluste. Vermutlich ist die Varroa nicht genügend im Blick gewesen. Sie verzeiht keine Nachlässigkeit.

Die Merkssteiner Imker erfahren, dass ihr Vereinsleben immer deutlicher einer starken Wandlung unterliegt. War es früher so, dass Erfahrungen in den Vereinstreffen weitergegeben und Probleme bei den Sitzungen diskutiert wurden, treten heute daneben andere Möglichkeiten des Wissenserwerb in den Vordergrund. Auf den Internetseiten vieler Vereine und Interessensgemeinschaften, auf den Seiten der Institute, die sich mit Forschungen an den Bienen beschäftigen ist viel Interessantes zu finden. Der Deutsche Imkerbund bietet Schulungsmaterialien und Kurse an. Das ersetzt zwar nicht in Gänze den Rat und die tatkräftige Unterstützung des Praktikers aus dem Verein, vermindert aber eindeutig die Abhängigkeit von der Gemeinschaft und verstärkt auch die Neigung, Zusammenkünfte zu „schwänzen“. Ganz wichtig erscheint daher das Bemühen, Neuimker engmaschig zu betreuen. Keine Theorie und keine Schulung kann das „Mitimkern“ des erfahrenen Praktikers in der Anfangsphase ersetzen.

Der Besuch der Vereinstreffen ist in diesem Jahr 2011 krisenhaft mager. Teils ist dies sicher auch eine Folge der Überalterung. Die Entwicklung gibt jedenfalls zum Nachdenken Anlass.

So ist das Jahr 2011 von dem Bemühen gekennzeichnet, den Verein für Mitglieder und an der Bienenhaltung Interessierte attraktiver zu machen.

Diesem Ziel dient auch die eingangs erwähnte Internetseite >www.bienenzuchtverein-merkstein.de<, die im März 2011 freigeschaltet wird. Im Laufe des Jahres 2011 werden einige Beiträge zur Bienenhaltung, zur Charakterisierung des Vereins und zu seiner Geschichte eingestellt. Die Seite wird auch häufig aufgesucht, so dass von einem Anfangserfolg gesprochen werden kann.

Daneben arbeitet man daran, den Vereinstreffen eine straffere Struktur zu geben, indem für die einzelnen Zusammenkünfte dem Bienenjahr angepasste Kurzreferate als Diskussionsgrundlagen eingeplant werden. Weiterhin ist in Überlegung, die Vereinstreffen zu verschieben, um sie ebenfalls den Notwendigkeiten des Bienenjahres besser einzufügen. Ob das Bemühen fruchtet, wird das kommende Jahr zeigen.

Am Ende des Jahres 2011 zählt der Verein 14 Mitglieder. Die Imker betreuen in diesem Jahr 66 Völker. Die überwiegende Zahl der Vereinsmitglieder arbeitet mit Magazinbeuten im Maß Deutsch-Normal. Sie haben den Vorteil, dass dazu kein Bienenhaus erforderlich ist und man sehr variabel und einfach imkern kann. Drei ältere Imker nutzen noch Trogbeuten im Bienenhaus, zwei im Deutsch-Normal-Maß, einer mit Zanderrähmchen. ZM ist etwas größer in der Fläche und hat vor allem längere „Ohren“ (2,5 cm gegen 1,5 cm bei DNM), lässt sich also besser greifen und halten. Der Trog hat den Vorteil, dass sich die Brut in einem Raum befindet, beim Magazin ist der Brutraum meist zweizargig, es fällt also weniger Hebearbeit an. In unserem Fall ist das ein Tribut an das Altern und an die verschlissenen Rücken- und Daumengelenke. Zudem lässt sich im Bienenhaus bei fast jedem Wetter imkern, was allerdings letztlich unerheblich ist. Bienenhaus bedeutet Luxus und Gemütlichkeit, nicht mehr und nicht weniger.


2012

Wetter
Das Jahr 2012 beginnt, wie 2011 endete: mild! Sehr winterlich ist es jedenfalls nicht. Um den 15. Januar gehen die Temperaturen nachts etwas unter 0°, um in den Folgetagen wieder in Richtung +10° zu steigen. Der Natur fehlt eine wirkliche Winterruhe. Dafür kommt es gegen Monatsende dann knüppeldick. Am 29.01. bleiben die Temperaturwerte auch tags unter 0, um von Anfang bis Mitte Februar bei Werten zwischen -15 und -10° zu verharren. Zudem fällt im Februar so gut wie kein Niederschlag. Das heißt Kahlfrost! Die Folgen dieses atypischen Witterungsverlaufes zeigen sich dann später. Die Frostschäden an Stauden und Gehölzen sind erheblich, viele Blütenanlagen – auch bei Trachtpflanzen – sind vernichtet – beim Obst, bei Robinien und bei Euodien z.B. Wahrscheinlich haben die Pflanzen bereits ihren Frostschutz abgebaut. Auffällig ist auch, dass im Laufe von Frühjahr und Sommer wenig Hummeln, Wespen und Hornissen zu beobachten sind. Der März ist ebenfalls regenarm und relativ kühl. Nur an 7 Tagen steigt das Thermometer auf Werte über 15°C, an den restlichen Tagen bleiben die Temperaturen meist unter 10°. Der April ist sehr kühl und regnerisch. Erst um den Monatswechsel zum Mai registrieren wir Werte um 20°. Temperaturen zwischen 20 und 25° gibt es dann in der letzten Maidekade. Alles in allem ein ungünstiges Frühjahr für Bienen und Imker. Die Frühjahrsernte ist die schlechteste seit langer Zeit. Der Sommer verregnet und ist auch nicht sonderlich warm. Das Hoffen auf eine gute Spättracht zerschlägt sich. Die zweite Ernte fällt bei den meisten Imkern mäßig bis mager aus. Auch die Nachzucht von Königinnen ist unter diesen Wetterbedingungen erschwert.
Wer mit der Natur arbeitet, kennt eben „fette und magere Jahre“, um das Alte Testament zu zitieren.

Vereinsleben

Das Vereinsleben beginnt traditionell mit der Jahreshauptversammlung Anfang Februar – in 2012 der 04.02.
Der Vorsitzende, Gerhard Schmitz, eröffnet die 1. Versammlung des Jahres 2012 mit einem Rückblick auf 2011 und skizziert anschließend die Arbeit am Jahresanfang.
Es folgt der Bericht der Kassenprüfer, die dem Kassenwart korrekte Arbeit attestieren und die Entlastung des Vorstandes beantragen. Sie wird einstimmig erteilt.
Nach vier Jahren muss turnusmäßig die Neuwahl der Funktionsträger durchgeführt werden. Der 1. Vorsitzende, Gerhard Schmitz, der Stellvertretende Vorsitzende und Kassenwart, Heribert Kaußen, der Schriftführer, Johannes Billmann, erklären sich bereit, die Arbeit fortzuführen. Die Wahl erfolgt einstimmig. Für die Kassenprüfung 2012 werden Dietmar Bothe und Andreas Finken bestellt. Heribert Kaußen referiert im Anschluss zum imkerlichen Arbeitsablauf am Jahresanfang: Winterende und Erstfrühling (Durchlenzung). Weiter werdenTermine und inhaltliche Ausrichtung der Folgetreffen in 2012 diskutiert und beschlossen.
Bisher trafen sich die Imker jeweils in den Monaten 2, 4, 6, 8 und 10. Es ist aber schon lange bemängelt worden, dass diese Terminierung schlecht mit den Belangen des Bienenjahres übereinstimmt. Man beschließt deshalb für 2012 und für die Zukunft eine sinnvollere Reihenfolge: 2 bleibt, dann 3, 5, 7, 9. In 9 wird dann 11 nachgeschoben.
Folgende Fragestellungen können so rechtzeitig thematisiert werden:
Februar: Administratives, Durchlenzung
März: Erweitern, Baurahmen
Mai: Schwarmverhinderung, Königinnenzucht, Frühtrachternte
Juli: Sommerernte, Auffüttern, Varroabehandlung I
September: Varroabehandlung II, Futterkontrolle, überwinterungsfähige Völker
November: Varroabehandlung III, Fazit des Jahres, Planung für Folgejahr
(Genaueres jeweils unter Gliederungspunkte Termine oder / und Imkerliche Praxis)
Außerturnusmäßige Treffen (Exkursionen, Feiern) werden vorgeschlagen, diskutiert, aber noch nicht beschlossen. In der Julisitzung wird ein Treffen bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem festgelegt. Franz-Josef und Doris Capellmann wollen es ausrichten.
Im März können wir ein neues Mitglied aufnehmen, Dietmar Gruhn. Friedhelm Macko hat ihn eingeführt. Sie sind seit langem durch die Reisetaubenzucht miteinander bekannt. In diesem Jahre besucht Dietmar Gruhn alle acht Thementage eines Einführungskurses in die Imkerei. Diese Schulungsreihe wird durch den Landesverband Rhld. ausgerichtet. Dietmar Gruhn ist sehr ernsthaft bei der Sache und hat schon ein beachtliches theoretisches Wissen. Da er zudem Erfahrung in der Kleintierhaltung mitbringt, fällt es nicht schwer, ihm auch die nötigen praktischen Grundlagen und Kniffe zu vermitteln. Er geht dann auch schon mit vier überwinterungsfähigen Einheiten in das neue Bienenjahr.
Ingo M. kommt im Mai aus einem Nachbarverein zu uns. Er bringt schon mehrjährige Erfahrung in der Bienenhaltung mit, braucht also keine intensive Beratung.
Im Laufe des Sommers stoßen zwei weitere Imkereleven zum Verein, Konstantinos Nikoulautsos und Wolfgang Smeets. Auch sie besuchen den oben angesprochenen Anfängerkurs. Über den Verein kann Konstantinos ein Standplatz für seine Völker vermittet werden. Die Betreuung dieser beiden gestaltete sich nicht so lückenlos wie bei Dietmar Gruhn. Es läuft auch hier gut an, aber der eine und andere leicht vermeidbare Fehler wird doch gemacht. Hier müssen für die Zukunft Wege gesucht werden, Anfängern gerade zu Beginn durch „Mitimkern“ unter die Arme zu greifen. Auch ein „Imkernotruf“ könnte etabliert werden. Unsere Internet-Seite mit der „Imkerlichen Praxis“ gibt ja auch Hinweise und Hilfen, wenn sie denn genutzt wird. Alle erfahrenen Vereinsmitglieder sind aufgerufen, mitzuarbeiten. Ein oder zwei Leute schaffen den Zeitaufwand nicht.

www.bienenzuchtverein-merkstein.de

Die Internet-Seite des Vereins enthält mitlerweile schon eine Menge Information und wird auch erstaunlich häufig aufgesucht. Bis zum Jahresende werden wir locker 4000 Besucher begrüßen können.
Den Chronisten sprach auf einer Weiterbildungsveranstaltung ein ihm fremder Imker an, der - so seine Worte - regelmäßig die Internetseite des Vereins aufsucht und die Einträge mit Interesse liest.
Dietmar Bothe hat einige Inhalte unserer Seite für die Eupener Imker verlinkt.

Zum Vereinstreffen am 24.08.2012

Die Wettervorhersage lässt nichts Gutes erwarten. Just an diesem 24.08. soll laut Prognose die lange Schönwetterperiode zu Ende gehen. Spazierengehen und Grillen bei Regen!? Das erscheint dann doch als ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Johannes Billmann als Organisator und die Gastgeber Doris und Franz-Josef Capellmann bleiben optimistisch und risikofreudig. Der Termin steht. Nach langer Pause sollen die Imker des Merksteiner Bienenzuchtvereins wieder einmal beisammen sein und nicht nur über die Imkerei fachsimpeln. Das garantiert auch das Beisein der Damen.
Tatsächlich bleibt der Niederschlag bis zum Abend auch wirklich aus, trotz im Spätnachmittag bedrohlich aufziehender dunkler Wolken.
Zunächst treffen sich gegen 15 Uhr einige Fußgesunde zu einem kurzen Spaziergang von Kohlscheid-Bank in Richtung Horbach, um sich ein wenig das Umfeld anzusehen. Zur Kaffeetafel gegen 16 Uhr versammelt sich dann schon eine größere Anzahl. Dietmar Gruhn steuert drei leckere Kuchen bei, selbstgefertigt, wie es sich für einen gelernten Bäcker gehört. Bei anregenden Gesprächen sitzt man beisammen. Selbstverständlich zeigt uns Franz-Josef im Verlauf des Nachmittags sein Bienenhaus, das sehr idyllisch versteckt am Ende des Gartens liegt. Dabei geht’s, wen wundert’s, natürlich doch um Fragen der Bienenhaltung.
Zünftig und fachgerecht grillen Andreas Finken und Franz-Josef Capellmann später allerlei Fleischiges auf dem Holzkohlengrill. Die Damen steuern diverse leckere Salate zur Tafel bei. So vergehen die Stunden in froher Runde. Gerhard Schmitz bedankt sich im Namen aller bei den Gastgebern für die gelungene Ausrichtung des Gartenfestes und übergibt ein kleines Präsent. Doris und Franz-Josef haben vorsichtshalber ein kleines Zelt aufgebaut und das Gartenhaus hergerichtet, falls das Wetter ernst machen sollte. Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt es dann auch tatsächlich zu regnen. Zu einem letzten Gläschen zieht sich die Gesellschaft ins Gartenhaus zurück, was der Stimmung keinen Abbruch tut. Es ist ein recht warmer Sommerabend. Mit dem Gefühl, einen schönen Nachmittag und Abend verlebt zu haben, geht man gegen 23 Uhr auseinander.

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Die Septemberzusammenkunft ist mit sechs Vereinsmitgliedern schwach besucht. Trotzdem beschließt man, sich Anfang November noch einmal vor der langen Winterpause zu treffen, zumal der Wachstag in diesem Jahr entfällt.
Rückblickend steht Varroabehandlung und Auffütterung im Focus. Die akute Frage lautet: Sind die Völker winterfest? Was ist zu tun, eventuell noch möglich?
Die Novembersitzung beinhaltet neben der Winterbehandlung gegen Varroa (Oxalsäure) die kritische Sichtung des Jahres. Die Diskussion ergibt, dass wir an der inhaltlichen Ausrichtung der Sitzungen feilen müssen. Hier sollte natürlich das Grundgerüst imkerlichen Handelns im Jahreslauf nicht fehlen. Wie breit das dargestellt wird, hängt von der Situation ab. Fragen, die aus dem Forum kommen, wird man beantworten wollen. Hier müssen wir uns aber um eine straffere Gesprächsführung bemühen. Weiter ist Schwerpunktbildung zu aktuellen Aspekten geplant. Der „verschulte“ Teil sollte alles in allem eine Zeitstunde nicht überschreiten. So bleibt auch genügend Zeit für den sozialen Aspekt, sprich Imkerstammtisch.

Über Jahre haben Rosalinde und Gerhard Schmitz zum Ambrosiustag zu sich nach Hause eingeladen und keine Mühe gescheut, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Herzlichen Dank an beide!
In 2012 wählen wir eine andere Form.
Traditionell beginnt der Ambrosiustag mit einem Gottesdienst in St. Willibrord, der wunderbare Barockkirche in Alt-Merkstein. Den Altar schmückt auch in diesem Jahr eine Bienenwachskerze, die Johannes Billmann eigens für diesen Zweck gegossen hat. Nach dem Gottesdienstbesuch speist man gemeinsam im Bürgerhof.
In 2012 können wir zwei unserer Mitglieder, Heribert Kaußen und Johannes Billmann, für 40 Jahre aktiver Imkerei mit Urkunde und Goldener DIB-Nadel ehren. Hans Lorenz erhält eine Urkunde für 25 Jahre inaktiver Mitgliedschaft. Rudi Vogel, leider krankheitshalber in Abwesenheit, wird eine Anerkennung in Form einer Grußbotschaft für seine Verdienste um den Verein zuteil, insbesondere für seine Hilfe bei der Zucht. Gerhard Schmitz nimmt als Vorsitzender die Ehrung vor und findet anerkennende Worte für seine Kollegen. Man beschließt, Rudi Vogel den Brief zu überbringen. Gerhard wird mit Johannes und Heribert den Termin absprechen.

Im Jahre 2012 betreuen die 18 Imker des Vereins rund 70 Völker. Völkerverluste sind noch nicht zu verzeichnen. Bleibt die Hoffnung, dass dies im Frühjahr 2013 auch gesagt werden kann.
Die letzte Aktion des Jahres ist die Oxalsäurebehandlung. Notwendig, um die Varroabelastung zu minimieren. Das sollte bei niedrigen Temperaturen in den brutfreien Völkern bis vor den Weihnachtsfeiertagen durchgeführt sein, da nach den Festtagen u.U. die Königinnen schon wieder mit der Eiablage beginnen, je nach Wetterlage.


2013

Wetter und Tracht

Das Jahr 2013 beginnt für die Imkerei eher ungünstig. Abgesehen von einer 15°-Spitze Mitte März, bleiben die Temperaturen auf weiten Strecken bei 5° und darunter. Erst mit Mitte April wird es wärmer. Mit Werten um zeitweise über 20° herrscht nun gutes Flugwetter. Die Rapsblüte, zu diesem Zeitpunkt so gut wie beendet, bringt durchweg wenig Ertrag. Mit dem Obst sieht es etwas anders aus. An der guten Apfelernte dieses Jahres lässt sich erkennen, dass es während dieser Blühphase gute Flugbedingungen gibt (Äpfel hängen zu 65% von Insektenbestäubung ab). Zeitweise steigen die Temperaturen in dieser Spanne auf Werte zwischen15 und 24°. Es fällt so gut wie kein Niederschlag. Reichen Ertrag bringen auch die Birnbäume. Die Pflaumenbäume biegen sich in diesem Jahr unter einem überreichen Fruchtbehang. Trotzdem schleudern die meisten Vereinsmitglieder nur eine unterdurchschnittliche Frühtracht aus. Wahrscheinlich haben die Bienen zum Selbsterhalt in den langen Schlechtwetterperioden viel gezehrt.
Gerhard Liebig schreibt auf seiner Internet-Seite: “Der Juni kann nur besser werden als der Mai.“ Der Frühsommer ist für die Bienen günstig. Die Temperaturen halten sich im Mittel in einem moderaten Bereich. Mitte Juni steigen die Werte kurzzeitig bis an die 30°. 2013 ist ein „spätes“ Jahr. Selbst die Lindenblüte verschiebt sich noch etwas nach hinten. Deshalb schleudern die meisten Imker erst Ende Juli. An den Maitrieben der Fichten sind im Juni Arten der Fichtenblattlaus zu finden, vor allem die Rotbraune bepuderte Fichtenrindenlaus. Vermutlich hat das auch etwas Tautrachtbeimischung gebracht. Der gewonnene Sommerhonig ist sehr dunkel und kristallisiert noch bis in den Dezember kaum. Es sei denn, der Prozess wird durch „Impfen“ mit Frühtrachthonig, der bekanntermaßen rasch und fein kristallisiert, eingeleitet. Das Ergebnis der Sommerschleuderung liegt im langjährigen Mittel.

Vereinsleben

In 2013 treffen sich die Vereinsmitglieder in dem Anfang 2012 beschlossenen Rhythmus – Feb., März, Mai, Juli, Sept., Nov. – jeweils am 1. Montag des Monats. Das Prozedere hat sich bewährt.
04.02.: Jahreshauptversammlung: Der Vorsitzende, Gerhard Schmitz, begrüßt die Vereinsmitglieder und eröffnet die Sitzung mit einem Rückblick auf 2012 und skizziert seine Vorstellungen für 2013. Es folgt der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung des Vorstandes. Zu Kassenprüfern für 2013 werden A. Finken und D. Gruhn bestellt.
In der anschließenden Diskussion wird ein thematischer Rahmen für die Sitzungen des Jahres 2013 abgesteckt. Das Gerüst entspricht dem des Vorjahres (siehe dazu Jahresrückblick 2012).
Der kalte Jahresbeginn und die ungünstigen Wetterprognosen lassen die Imker in besonderer Weise darüber nachdenken, ob die Völker noch genügend mit Futter versorgt sind. Man rekapituliert, wie man die Futtervorräte überprüft und was bei einer Notfütterung zu beachten ist. In der aufsteigenden Entwicklung der Völker muss Raum gegeben werden. Darüber wird gesprochen.
Arbeit ist das Eine, feiern das Andere. Verschiedene Möglichkeiten werden erörtert. Dietmar Gruhn bietet sein Gelände für ein Treffen an – Spaziergang und Kuchen im Nachmittag, Gegrilltes abends.
Das wird dankend angenommen. Auf einen Termin kann man sich noch nicht einigen.
04.03.: Die Durchlenzung ist Schwerpunkt der Gesprächsrunde: Futterkontrolle, Erweiterungsmaßnahmen zur Salweidenblüte und zur Kirschblüte, erste Überlegungen zur Königinnenzucht.
06.05.: Die Völker sind jetzt in steiler Aufwärtsentwicklung. Maßnahmen zur Schwarmverhinderung, u.a. durch Ablegerbildung werden erörtert. Mit der Königinnennachzucht will es in 2013 zunächst nicht so recht klappen. Einige Königinnen kommen nicht vom Hochzeitsflug zurück, schon in Eilage befindliche fehlen plötzlich im Volk. Letztlich bleiben aber am Ende des Jahres noch Jungköniginnen als Reserve über.
Der Vorsitzende, Gerhard Schmitz, bekommt von unserem langjährigen Zuchtberater Rudi Vogel aus Eupen einige unbegattete Königinnen zur Blutauffrischung. Er lässt sie auf seinem Stand begatten. Hinzu kommt noch Zuchtstoff, den Gerhard im Rahmen eines Zuchtkurses von dem namhaften Züchter Kaldenbach aus Nettersheim erhält.
Der Verein gewinnt drei neue Mitglieder: Dorothea und Jürgen Barde, die gemeinsam imkern wollen und Peter Jacobs. Dorothea ist die erste Frau in der langen Vereinsgeschichte der Kohlscheid-Merksteiner Imker. Ein Trend ist bei uns angekommen, denn rundherum wächst die Zahl der Frauen, die sich aktiv der Bienenhaltung zuwenden.
M. Dahmen hospitiert bei F.-J. Capellmann und erwägt, im Jahre 2014 dem Verein beizutreten, um selber mit der Imkerei zu beginnen.
Man beschließt, am 24.08.2013 ab 15 Uhr bei dem Ehepaar Gruhn zu feiern (siehe auch Februar).
01.07.: Die Frühtracht ist eingebracht, die Sommerschleuderung steht vor der Tür. Das Wissen über Honigernte und -pflege wird ausgetauscht. Notwendigerweise steht auch die Bekämpfung der Varroa auf der Tagesordnung. Es scheint zum Glück kein „Varroa-Jahr“ mit hohem Milbendruck zu sein. Trotzdem geht an einer genauen Beobachtung und Bekämpfung des Parasiten kein Weg vorbei. Das ist allen klar. Die verschiedenen Möglichkeiten der Applizierung von Ameisensäure werden besprochen.
Beschlossen wird der gemeinsame Kauf des Winterfutters (Treffen am 27.07., 10 Uhr, Hof Geller). Es soll Ambrosia-Sirup sein. Einige bleiben bei eigener Zuckerlösung.
Des Weiteren entschließt man sich, ein Infrarot-Thermometer anzuschaffen. Es soll zur Feststellung der Brutfreiheit im Rahmen der Oxalsäurebehandlung der Völker im Dezember dienen.
24.08.: Am Morgen des Tages müssen wir nun auch Fini Rahn (* 31.10.1934 – +19.08.2013), die Frau unseres langjährigen Imkerfreundes Willi, der 2010 verstarb, zu Grabe geleiten. Sie war uns eine liebe Freundin, die mit Willi zu jeder Versammlung kam und ihn auch bei den imkerlichen Arbeiten tatkräftig unterstützte.


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Am Frühnachmittag des gleichen Tages beginnt das „Imkerfest“ mit einem Spaziergang durch die Feldflur rund um Boschelen in Richtung Plitschard. Dietmar Gruhn erklärt unterwegs die Besonderheiten seiner Trachtsituation. Derweil hält Frau Gruhn in Boschelen die Stellung und erledigt letzte Arbeiten für den Nachmittagskaffee bzw. empfängt die restlichen Gäste. Das Wetter kann sich nicht entscheiden. Die Kaffeetafel muss deshalb unter Dach getrennt eingenommen werden – die Damen lassen es sich im Wohnzimmer, die Herren in Dietmars zukünftigem Schleuderraum schmecken. Dietmar hat einige köstliche Kuchen gebacken. Während die Damen sich unterhalten, ist die Besichtigung von Dietmars Bienenhaus für die Imker ein Muss. Natürlich ist in Zeiten der Freiaufstellung von Magazinbeuten ein Bienenhaus nicht mehr nötig, den Wohlfühleffekt für den Imker will aber keiner in Abrede stellen.
Das Ehepaar Gruhn hat alles gut organisiert. Zum Abend heizt Dietmar den Grill an. Saftige Koteletts, leckerer Bauchspeck und pralle Würste lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Frauen haben leckere Salate und Süßspeisen mitgebracht. Es ist alles auf´s Beste gerichtet. Essend, trinkend und vor allem erzählend verfliegt die Zeit. Und so geht auch dieses schöne Fest zu vorgerückter Stunde zu Ende.


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26.08.: Letzte Arbeiten an den Völkern sind zu tun. Reicht der eingefütterte Vorrat, ist das Volk überwinterungsfähig? Wie stelle ich das fest? Wie vereinige ich Völker, wie löse ich Schwächlinge auf, wie tausche ich die Königin aus? Fragen, die in dieser Sitzung diskutiert werden. Überlegungen zur zweiten Ameisensäurebehandlung sind ebenfalls Thema.
Bisher feierte der Verein einmal im Sommer in größerem Rahmen. Dazu richtete Johannes Billmann im Hebst den Wachstag aus, zum Ambrosiustag lud das Ehepaar Schmitz zu sich nach Hause ein. Der Umgang mit der finanziellen Belastung ist in der Vergangenheit unterschiedlich gehandhabt worden. Meist übernahmen die Gastgeber den Löwenanteil der Kosten. Auch in diesem Jahr will Ehepaar Gruhn diese begleichen. Man empfindet dies als eine noble Geste, ist aber allgemein aus grundsätzlichen Erwägungen der Ansicht, für jetzt und in Zukunft eine Entschädigungsregelung über die Vereinskasse finden zu müssen. Alles in allem werden ab sofort 130 € aus der Kasse zugeschossen: ein schöner Blumenstrauß für die Gastgeberin und 110 € in bar. Darüber hinaus ist allen, die solch eine Festlichkeit ausrichten, unser Dank und die Anerkennung der Mühe sicher. Denkbar ist aber auch eine Splittung des Ausgleichs. Vielleicht sollte dies im Februar 2014 in der Hauptversammlung noch einmal aufgegriffen werden.
04.11.: Passend zum Zeitpunkt schauen sich die Versammelten einen Kurzfilm von Dr. Gerhard Liebig zur Oxalsäurebehandlung der brutfreien Völker an. Inzwischen ist geklärt, dass nach der Behandlung auch bei Ablegern das Flugloch hinter dem Mäusegitter ganz offen bleibt. Es werden Überlegungen zur gemeinsamen Beschaffung der Oxalsäure angestellt.
Die letzte Sitzung gilt dem kritischen Rückblick auf das fast verflossene Jahr und dem Ausblick auf das kommende. Überlegungen zu einer strafferen Handhabung der Tagesordnung wurden schon in 2012 angestellt. Wenn dieser Vorschlag in 2013 wieder eingebracht wird, muss man wohl anmerken, dass sich in diesem Punkt bisher wenig geändert hat. Vielleicht sind wir dann 2014 disziplinierter. Es wird weiter vorgebracht, die Unerfahreneren unter uns zu ermutigen, Probleme, die sie haben, anhand der Literatur oder Internet aufzuarbeiten und dann in Form eines Kurzreferates als Diskussionsgrundlage vorzustellen. Frei nach der Devise: Man lernt am meisten, wenn man anderen etwas erklärt.
Mit Georg Nebel aus Würselen-Pley stellt sich ein neuer Interessent für die Imkerei vor. Er äußert den Wunsch, dem Verein in 2014 beizutreten.
08.12.: An diesem Sonntagmorgen hat der Verein sein traditionelles Ambrosius-Treffen. Mit einer Messe um 11 Uhr 30 in St. Willibrord, Merkstein, beginnt der Tag. Das Totengedenken für die Verstorbenen des Vereins in dieser wunderbaren spätbarocken Kirche ist immer ein Erlebnis. Auf dem Altar brennt während der Feier, wie alljährlich, eine dicke Kerze aus Bienenwachs, die Johannes Billmann gefertigt hat.
Gegen Mittag speisen die Bienenfreunde mit ihren Partnerinnen und Partnern im Vereinslokal. Die Wirtin hat leckeres Essen zubereitet. Es fehlen nur wenige. Das ist natürlich erfreulich. Es ist eine fröhliche Runde.
Bleibt noch zu sagen, dass der Kassierer am Ende des Jahres 1 Imkerin und 17 Imker dem Deutschen Imkerbund und der Versicherung als Aktive melden kann. Weiter gehören drei Mitglieder dem Verein an, die unmittelbar und mittelbar Verbindung zur Imkerei halten. Insgesamt hat der Verein damit zur Jahreswende 2013 / 2014 einundzwanzig Mitglieder. Das Durchschnittsalter ist um einiges gesunken. Auch das ist kein Nachteil. So schauen wir mit Zuversicht in das kommende Jahr.


Jahresrückblick 2014


Der Chronik des Jahres 2014 sei ein Zitat aus unserer Homepage voraufgestellt.

Dort heißt es unter „Aktuelles“ am 21.03.14: „Vor dem Fenster ist ein Schauer im Gange, und es weht heftig. Das freut mich! Den Regen brauchen wir dringend. Ein paar Tage ohne, oder mit geringem Flug, können die Bienen zur Aufbereitung des eingetragenen Nektars nutzen.“

Das mutet aus der Feder eines Imkers zunächst sicher eigenartig an.

Die Trachtphase beginnt in 14 sehr früh mit moderaten Temperaturen und wenig Niederschlag bis in den Mai hinein. Aus Erfahrung wissen wir, ist es zu trocken, versiegt der Nektarstrom allzu leicht.

Da, wo Eintrag aus Rapsfeldern zur Obstblüte hinzukommt, bringt die Ernte der Frühtracht sehr zufriedenstellende Ergebnisse, insgesamt befriedigende. Auch Juni und Juli zeigen wenig Wetterextreme. Die Lindenblüte, die letzte ergiebigere Tracht in unserer Gegend, können die Bienen ziemlich ohne große Trachtpausen nutzen, so dass auch die Sommertrachternte sehr ordentlich ausfällt.

Weniger begeistert sind wir Imker von der Witterung ab Ende Juli. Es beginnt eine lange Periode mit ungünstigem Wetter. Immer wieder absackende Temperaturen, gepaart mit hoher Luftfeuchte, erschweren die Bekämpfung der Varroamilbe.

Es zeigt sich bei den Diagnosen des Befalls, dass nicht nur die Völker in diesem Frühjahr sehr rasch und kräftig erstarkten, sondern parallel auch die Milbenpopulation zügig wuchs und die Varroen zum Sommer hin in hoher Zahl die Völker parasitieren. Bekämpfungsmaßnahmen müssen, teils bis weit in den Herbst hinein, wiederholt werden. So kann fast ausnahmslos nicht auf die Winterbehandlung in der brutfreien Zeit verzichtet werden.

Hier und da brechen bereits im Frühwinter Völker zusammen. Anzunehmen, dass die Varroabelastung in solchen Fällen höher als vermutet war. Zunehmend spielen auch Viren eine üble Rolle, denen die Milben als Vektoren den Weg bereiten.

Abschließendes wird man erst Ende März/Anfang April 2015 nach der Durchlenzung sagen können.

Die Jahreshauptverhandlung (02.02.14) eröffnet G. Schmitz (1. Vorsitzender) mit Begrüßung der Anwesenden und dem Rückblick auf 2013. Nach Kassenprüfung (F.-J. Capellmann/Markus Dahmen) und Entlastung des Vorstandes werden die Kassenprüfer für 2014 gewählt (D. Barde/I. Münstermann).

Die Überlegung, einen Beamer anzuschaffen, wird auf 2015 vertagt. A. Finken bietet an, sein Gerät zu den Sitzungen mitzubringen, was sich im Laufe des Jahres aber auf Grund von Terminproblemen als unrealistisch erweist.

Es wird beschlossen, in den Monaten ohne Versammlung (April, Juni, August, Oktober) eine Stammtischrunde an jedem ersten Freitag des Monats anzubieten. Bei diesen Treffen wird es im Gegensatz zu den Versammlungen keinen programmatischen Rahmen geben. Die erfahrenen Imker wollen durch Absprache dafür sorgen, dass zumindest einer von ihnen zur Beantwortung von aufkommenden Fragen anwesend ist. Dieses Angebot wird angenommen und erweist sich für 2014 als Erfolg. Im Rahmenprogram führen J. Billmann und D. Gruhn den Film „More then honey“ und eine kurze Sequenz aus der Kamera von Dr. Liebig zur Völkernachschau im Februar vor.

Die Versammlungen am 10. März, 5. Mai, 7. Juli und 1. September (jeweils 1. Mo. des Monats) thematisieren vor allem die imkerliche Praxis des jeweiligen Zeitraums innerhalb des Bienenjahres.

Im Mai werden dann, koordiniert durch J. Billmann, Sammelbrutableger zur Königinnennachzucht zusammengestellt. Am 28. Mai schlüpft die erste Serie und wird den Imkern zur Pflege übergeben. Eine weitere Einheit folgt und kommt zum Erfolg, so dass die Merksteiner Imker mit einer ausreichenden Anzahl von jungen Königinnen für 2014 versorgt sind.

Die letzte Versammlung 2014 am 3. November hat als ersten Punkt die Winterbehandlung der Bienen gegen die Varroa mit Oxalsäure/Milchsäure zum Inhalt. Das Treffen dient aber auch alljährlich dem kritischen Rückblick und befasst sich darüber hinaus mit perspektivischen Gedanken. Über den Vorschlag der Erhöhung des Jahresbeitrags von 10 auf 15 Euro erzielt die Versammlung Einigkeit. Formal soll die Erhöhung aber auf der Hauptversammlung am 02.02.2015 beschlossen werden.

Das Vereinsleben beschränkt sich erfreulicherweise nicht nur auf Versammlung und Stammtisch. Am 27.04. laden Marianne und Heribert Kaußen zu sich nach Euchen ein. Vor Kaffee und Kuchen schauen sich die Gäste den Bienenstand von Imkerfreund Heribert an. Auf dem weitläufigen Grundstück wachsen eine Menge Bienenpflanzen, die natürlich reges Interesse wecken. Der anschließende Spaziergang in die nähere Umgebung steht unter dem Motto „Trachtpflanzen“. Es wird eifrig diskutiert und bestimmt. Sicher wird das eine und andere an Erkenntnis haften bleiben.


                            27.04.2014                                           30.08. 2014                

Am 27.07. laden Rosalinde und Gerhard Schmitz zur Feier ihrer Goldhochzeit zu sich nach Hause ein. Es wird ein schönes, harmonisches Treffen bei leckerem Essen und Trinken und anregend fröhlicher Unterhaltung. Wir danken dem Jubelpaar und wünschen den beiden Gottes Segen und noch eine lange Spanne glücklichen Beisammenseins.


 27.07.2014                    

                                                                                  30.08.2014 

                           Wegwarte und Kornblume - der feine Unterschied


Das obligatorische Grillfest mit voraufgehendem Gang durch die nähere Umgebung, dem anschließenden Nachmittagskaffee und dem abendlichen Grillen wird in diesem Jahr am 30.8. von Diana und Ingo Münstermann ausgerichtet. Leider kommt am Abend der im Wetterbericht vorausgesagte Regen. Zum Glück haben Münstermanns vorgesorgt, so dass das Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch tun kann. Den Gastgebern sei für ihren Einsatz und die vorzügliche Ausgestaltung des Festes herzlich gedankt.

Um wetterunabhängig zu werden, erwirbt der Verein im August ein ziemlich großes Zelt in den Ausmaßen von 4 x 8 Metern.

Die Einweihung des Zeltes mit Komplettaufbau feiern wir dann im Rahmen des vorgezogenen Oktoberstammtischs am 19. September bei Hiltrud und Dietmar Gruhn in Boschelen. Sie haben erfreulich viel Platz und freundlicherweise eingeladen. Ihnen danken wir natürlich sehr für ihr Hilfe. Hiltrud hat eine leckere Suppe zubereitet und auch für Häppchen gesorgt. Dietmar kann uns seinen vorbildlichen Schleuder- und Honiglagerraum zeigen, der kurz vorher fertig wurde.  Es hat uns geschmeckt und wir können dank Hiltruds und Dietmars Gastfreundschaft einen schönen Spätnachmittag und Abend erleben.


 

Das traditionelle Treffen zu Ambrosius (Patron der Imker) ist in diesem Jahr schwach besucht. Die, die gekommen sind, haben trotzdem ein paar schöne gemeinsame Stunden. Eigentlich ist geplant, im Rahmen des Ambrosiustages unserem sehr geschätzten Imkerfreund Rudi Vogel aus Eupen die Ehrenmitgliedschaft des Merksteiner Vereins anzutragen. Er muss leider absagen, da es ihm gesundheitlich nicht gut geht.


 Zu Besuch bei Rudi und Mariele Vogel in Eupen - Gerhard überreicht Buch und Urkunde 

 Ein Bild aus besseren Tagen                                                                                              

Der Vorstand fährt daher am 19.12. nach Eupen, um die Ehrung nachzuholen und die Urkunde zu überreichen. Mariele und Rudi empfangen Gerhard, Johannes und Heribert mit der von den Vogels gewohnten großen Herzlichkeit. Johannes und Heribert haben ein Erinnerungsbuch aus Jahren gemeinsamen Bemühens um die Bienenzucht und aus dem Vereinsleben zusammengestellt und können das nun durch Gerhard überreichen lassen. Es ist eine bewegende Szene und ein schöner Abschluss des Imkerjahres. Fast müßig zu sagen, dass wir für alle Rudi Genesung wünschen. Liebe Mariele, lieber Rudi, alles, alles Gute!


Chronik 2015

 

Wetter und Bienen in 2015

 

Die Blüte der Samthortensie (Hydrangea sargentina) wird gerne von Bienen beflogen. Hier hat sie aber andere Kostgänger: oben eine Erdhummel (Bombus terrestis agg.), schräg  darunter nach links, eine Heide-Sandwespe (Polistes nimpha), rechts darunter, ein Pinselkäfer (Trichius zonatus), die Flachlandform


Wenn Imker auf eine bestimmte Periode zurückblicken, in unserem Fall auf das Jahr 2015, so steht, wenn nichts Außergewöhnliches passiert, der Ertrag im Fokus. Dieser ist im Wesentlichen vom Wetter abhängig – gute imkerliche Praxis vorausgesetzt.

2013 beginnt für Bienen und Bienenhalter eher ungünstig, 2014 hatten wir dagegen zum Ausgleich eine frühe und anhaltend günstige Entwicklung. 2015 liegt in der Mitte. Das spiegeln auch die phänologischen Daten. Nach zögerlichem Beginn mit vorwiegend kühlen, teils nassen Phasen, bessert sich die Situation im April, die Völker können frischen Pollen und frischen Nektar eintragen und erstarken zügig. Viele Trachtpflanzen erblühen in rascher Folge oder gar gleichzeitig. Die Bienen haben ihre liebe Not, die plötzliche Fülle zu nutzen. Die Frühtrachternte fällt zufriedenstellend aus, bleibt aber im Schnitt hinter den Werten von 2014 deutlich zurück. Bei später Schleuderung, Ende Mai/Anfang Juni, finden sich in den Waben schon kristallisierte Bereiche.

Der anhaltend trockene Sommer in unserer Region beschert den Imkern einen besonders schmackhaften Honig. In diesem Jahr finden die Bienen auch auf den Blättern der Laubbäume reichlich Nahrung.

Der Verfasser dieses Textes beobachtete dies bei einer Stieleiche (Noppenberg). Es summte in dem Baum, als sei ein Schwarm eingefallen. In dieser ausgeprägten Form hat der Chronist das innerhalb von drei Jahrzehnten nicht erlebt. Wesentliche Anteile Tautrachthonig sind in unserer Region (< 200 m NN) eher untypisch. In diesem Jahr sieht man es dem Honig an! Ein nicht unerheblicher Anteil Tautracht muss dabei sein. Zäh und sehr dunkel fließt der Honig aus der Schleuder. Bei nicht wenigen Imkerinnen und Imkern fehlt das für unseren üblichen Sommerhonig so bestimmende Aroma der Linde. Dort, wo die Linde zu trocken stand, hat sie vermutlich kaum oder gar nicht gehonigt. Dafür ist der Sommertracht 2015 ein fein malziges Aroma eigen, von der Qualität ein wirklicher Spitzenhonig! Auch mit dem Ertrag sind die meisten Imker zufrieden. Die Preise schwanken zwischen 8 und 10 € für das Kilo Honig.

Die Varroabelastung ist im Sommer 2015 eher unterdurchschnittlich. Trotzdem behandeln die Bienenhalterinnen und -halter des Vereins überwiegend mit Ameisensäure. Der Totenfall der Varroen nach der Säuregabe ist dann auch moderat. Kontrolle erfolgt aber weiter, weil der sonnige Herbst die Bienen anhaltend brüten lässt, was auch die Vermehrung der Varroa begünstigt. Bei Novembertemperaturen, teils im hohen positiven zweistelligen Bereich (08.11. z. B. +19°C), fliegen die Bienen stark, finden aber natürlich kaum Nektar, so dass die Zehrung überwiegt. Die Futtervorräte bleiben im Blick. Hier und da wird nachgefüttert.

Auch in 2015 werden Zuchtserien mit jüngsten Larven aus kontrolliertem Erbgut angesetzt. Leider pflegen die Ammenbienen jeweils nur wenige Larven weiter. Es reicht aber schließlich für den Austausch verbrauchter Königinnen oder zum Ersatz von solchen mit unpassender Vererbung.

Die Neigung, nur spärlich Weiselzellen zu pflegen, könnte mit dem Bemühen zusammenhängen, möglichst schwarmträge Völker zu vermehren. Der bekannte Züchter Van den Bongard berichtete vor einigen Jahren von diesem Phänomen bei seinen Buckfast-Linien. Er nahm damals für seine Zuchtserien Carnica-Völker. Es scheint, wenn wir diese Erfahrungen verknüpfen, dass gleichgerichtete Zuchtziele die vielbeschworenen Unterschiede zwischen den einzelnen Herkünften mehr und mehr aufheben.

Da die meisten Vereinsmitglieder aber unter zehn Völker halten, wirkt sich diese Problematik kaum behindernd aus.

 

Das Vereinsleben

 

Zum Stichtag 01.Januar 2015 gehören dem Verein dreiundzwanzig Mitglieder an. Sie halten insgesamt 121 Völker.

Die Vollversammlung am 02.02.15 hat als wichtigsten Tagesordnungspunkt wie in jedem Jahr die Vorlage des Kassenberichts und die Entlastung des Vorstandes zum Inhalt. Die Kasse ist korrekt geführt, der Vorstand wird entlastet. Vorstandswahlen stehen in 2015 nicht an. Als Kassenprüfer werden Dorothea Barde und Ingo Münstermann für 2015 gewählt.

Die regelgerechten Versammlungen im März, Mai, Juli, September und November orientieren sich thematisch am Bienenjahr. Die Wissensvermittlung kann jetzt auch durch Bilder und Filme ergänzt werden, da inzwischen ein Beamer zur Verfügung steht.

Neu ist in diesem Jahr, dass Kurzreferate zu speziellen Themen vorgetragen werden, so zur Durchlenzung, zur Ablegerbildung, zur Völkerführung im einraumigen Brutraum, zur Parasitologie (u.a. AFB-Erregertypen), zur Gestaltung eines weihnachtlichen Verkaufsstandes.

Die Stammtische haben sich etabliert und werden auch regelmäßig zum informellen Austausch von einem harten Kern mit „Randerscheinungen“ genutzt, in 2015 in den Monaten April, Juni, August, Oktober.

Versammlungen finden an jedem ersten Montag um 19:30 Uhr im Vereinslokal Reischl statt, Stammtische jeweils am ersten Freitag um 19:30 Uhr dort.

Die Novembersitzung ist üblicherweise durch den Rückblick auf das vergangene Jahr geprägt. In diesem Herbst geht es aber hauptsächlich um Zukunftsfragen. G. Schmitz (1. Vorsitzender, 77 Jahre) und H. Kaußen (Kassierer und 2. Vors., 78 Jahre) möchten aus Altersgründen bei der Vorstandswahl im Februar 2016 nicht mehr kandidieren. J. Barde ist bereit, sich für die Funktion des Kassierers zur Wahl zu stellen. J. Billmann wird als zukünftiger Vorsitzender vorgeschlagen. Er hat sich aber noch nicht entschieden. Es ist noch Zeit bis zur Hauptversammlung am 01. Februar 2016.

Am Samstag, dem 22.08.2015, sind wir zu Kaffeetafel und abendlichem Grillen bei unseren Imkerfreunden Barde zu Gast. Dorothea, Jürgen und Dirk haben am Vortag mit tatkräftiger Hilfe von Dietmar und Johannes das vereinseigene Zelt aufgebaut. Das Wetter spielt mit. Der Spaziergang durch das Broichtal und der restliche Tag sind von sehr angenehmen Temperaturen begleitet. Selbst der Abbau des Zeltes am Folgetag steht unter einem guten Stern. Die Zeltbahnen können völlig trocken eingelagert werden. Der Texter behauptet einfach einmal, dass Imker naturverbundene Menschen sind. So kommen selbige bei Bardes auf dem Rundgang zu Bienen, Hühnern, Kühen, Obstbäumen und Gartengewächsen zu vergnüglichem Schauen und reichlich Gesprächsstoff. Dietmar Gruhn hat keine Mühe gescheut und einige vorzüglich schmeckende Kuchen für die Kaffeetafel beigesteuert. Salate für das anschließende Grillen sind auch in diesem Jahr das Gemeinschaftswerk der Damen. Für Grillgut, Getränke und vieles mehr haben Bardes gesorgt. Auch in 2015 ist es wieder ein gelungenes Fest. Wie immer in solcher Situation liegt die Hauptlast bei den Gastgebern. Dorothea, Dirk und Jürgen sei daher unser herzlicher Dank gesagt.

Ironie des Schicksals, am gleichen Tag, dem 22.08.2015, verstarb Hans Lorenz. Hans war über Jahrzehnte Mitglied unseres Vereins. Wir erlebten ihn immer zuversichtlich, voll Lebensfreude und den Menschen zugewandt. Er wurde 87 Jahre alt (25. Juli 1928 bis 22. August 2015).

im Garten unseres Imkerfreundes Hans Lorenz


Das letzte Ereignis des Merksteiner Imkerjahres ist das Ambrosiustreffen. Zur Tradition gehört, dass die, die mit einem Gottesdienst etwas anfangen können, die Messe zum Gedenken an die Verstorbenen des Vereins besuchen. Auf dem Altar steht dann eine große, von Johannes Billmann selbst gefertigte Kerze aus reinem Bienenwachs. Er führt so einen Brauch fort, den seine Mutter vor Jahren begonnen hatte. Wir sind ihm dankbar für dieses Gemeinschaft stiftende Ritual. In der Messe am 06.12. weiht Pfarrer Intrau die Kerze und erzählt vom Brauchtum rund um die Gestalt des Hl. Ambrosius und was es mit den Imkern auf sich hat. Ein herzlich Dankeschön!

Der Tag wird durch ein gemeinsames Essen im Vereinslokal abgerundet.

 

Noch einmal: Bienen!

Auf den Bienenständen ist das Jahr noch nicht zu Ende. Zwischen Weihnachten und Neujahr müssen falls erforderlich, die Varroen mit Oxal- oder Milchsäure bekämpft werden.

Seit Mitte November wird der natürliche Totenfall in den Völkern ermittelt. Fällt im Schnitt mehr als eine halbe Milbe pro Tag, schreiten wir zur Behandlung. 

Das Wetter ist uns im Dez. 15 nicht hold. Es ist viel zu warm. Bei Temperaturen zwischen 12 und 15°C (7. u. 8.12.) fliegen die Völker, holen Pollen und wahrscheinlich auch Nektar aus letzten Blüten (Senf, Rettich) oder von schon wieder erblühten Bäumen (Kirschpflaumen z. B.). Die Völker sollten jetzt brutfrei sein, was sie heuer aber leider weitgehend noch nicht sind. Aber auch da gibt es Möglichkeiten, natürlich komplizierter!

Wie heißt es so fies: „Wir werden dem Schwein schon schlachten, wenn ihm auch quiekt!"



Chronik des Bienenzuchtvereins Merkstein 2016

 

Klimabedingungen

 

Rückblickend ist 2016 ein warmes Jahr, eines der bisher wärmsten seit den Wetteraufzeichnungen. Gemessen an der Sonnenscheindauer entpuppt es sich als eher durchschnittlich. In unserer Region erleben wir das erste Viertel sogar als eher feucht und kühl. Der Juni ist so nass wie in fünfundzwanzig Jahren nicht mehr. Der Frühsommer überrascht mit Unwetterneigung. An unserem Wohngebiet ziehen die Tornados, die Wolkenbrüche und der damit verbundene Starkregen zum Glück vorbei, so dass unsere Stände verschont bleiben. Zu Ende August gibt es dann doch noch Hitze mit Temperaturen über dreißig Grad.

Insgesamt liegt die Jahresniederschlagsmenge im unteren Normbereich (ca. 720/730 mm /qm). 2014 und 2015 blieben noch etwa trockener. 2014 und 2015 waren zudem  noch wärmer.

Mitte Nov. wird es nachts sehr kalt, die Bienen gehen aus der Brut. 14 Tage danach ist die OX-Behandlung günstig (weitgehende Brutfreiheit).

Der Dezember 2016 fällt sehr sonnig und trocken aus. Es gibt dann schon tiefe Temperaturen Anfang 12, so dass die Bienen in der Traube sitzen, was für die Oxalsäurebehandlung gegen die Varrroamilbe wichtig ist.

Die Ertragslage, sowohl für Früh- und Sommertracht, kann für 2016 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Zwischen den Ständen liegen z.T. Luftlinienentfernungen von zehn und mehr Kilometern, so dass Schwankungen im Ertrag nicht ausbleiben. Der Sommerhonig ist 2016 in seinem Aroma deutlich von der Linde geprägt.

 

Vereinsleben

 

Das Imkerjahr beginnt im Herbst des Vorjahres mit der Vorbereitung der Bienenvölker auf den Winter. Das Vereinsjahr hält sich an den Kalender.

Das heißt für uns 2016: Hauptversammlung am 01. Februar um 19:30 Uhr im Vereinslokal Reischl in Alt-Merkstein.

Von unseren insgesamt neunzehn Mitgliedern erscheinen elf zu unserer Vollversammlung. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist dann die Wahl des Vorstandes für die nächsten vier Jahre. Nach teils kontroverser Diskussion einigen sich die Anwesenden schließlich auf den neuen Vorstand mit dem Vorsitzenden Johannes Billmann, seiner Stellvertreterin Dorothea Barde, dem Kassenwart Dietmar Gruhn und dem Schriftführer Heribert Kaußen.

An den Versammlungs- und Stammtischterminen ändert sich nichts.

Versammlung: 1. Montag des Monats, 19:30 Uhr, Gaststätte Reischl

07.03., 02.05., 04.07., 05.09., 07.11.2016

Stammtisch: 1. Freitag des Monats, 19:30 Uhr, Gaststätte Reischl

01.04., 03.06., 05.08., 07.10.2016

 

 

Für den 17.04. wird eine Trachtwanderung geplant, das Sommer-/Herbstfest soll am 03.09. sein und die Ambrosiusfeier am 11.12.

 

In der Versammlung vom 07.03. wird die Wahl der Kassenprüfer für 2016 nachgeholt. Gewählt werden Georg und Ingo.

Erste Arbeiten an den Völkern sind Thema: Gesundheitscheck, Futterkontrolle, Möglichkeiten der Nachfütterung, Volksstärke abschätzen,  zeitweise Aufsetzen schwacher Völker auf starke zwecks Erholung, Vereinigung von Völkern

Aus akutem Anlass diskutiert die Runde über AFB, die Lage im Kreisgebiet und über Maßnahmen bei Befall. Doro liefert einen Erfahrungsbericht, Johannes zeigt einen Film zum Thema.

 

Für den 12. und 13.03. lädt der Merksteiner Kleintierzüchterverein zur Kükenschau ein. In diesem Rahmen baut unser Verein einen kleinen Stand zur Imkerei auf, der viel Interesse findet. U. a. kommen die Kinder des Kindergartens aus Alt-Merkstein, um Küken und Bienen anzuschauen. Neben Imkerutensilien findet vor allem der Schaukasten mit einem kleinen Bienenvolk und der Königin viel Beachtung. Die angebotenen Honigschnittchen finden bei den Kindern reißenden Absatz.

 

Gerne erinnern wir uns an unsere Trachtwanderung am 17.04.2016.

Treffen ist um 14 Uhr auf dem Anwesen von Hiltrud und Dietmar Gruhn. Zunächst geht´s in Fahrgemeinschaft zu einem Spaziergang zum Karl-Alexander-Park mit interessanten Einblicken in Landschaft und Pflanzenwelt. So blühen wegbegleitend Hasenglöckchen, möglicherweise Scilla nonscripta. Die fußmüden bleiben derweil bei Hiltrud. Es ist ein sehr schönes Beisammensein, für das wir den beiden Gastgebern danken.

 

Den Mittelpunkt der Versammlung vom 02.05.2016 bildet das Referat zur Linienzucht, das unser Ehrenmitglied Rudi Vogel vorträgt.

In seinen Ausführungen lässt Rudi zunächst die Zeit seines züchterischen Wirkens für den Verein Revue passieren. Er bedauert, dass er in all den Jahren keinen im Verein gefunden hat, der willens oder in der Lage gewesen wäre, in seinem Sinne Linienzucht zu betreiben. Auch wenn wir auf unseren Ständen aus den gut veranlagten Völkern nachziehen, kann man das, so Rudi, nicht als Zucht im strengeren Sinne betrachten.

In seinen Ausführungen zur theoretischen Grundlage der Zucht wird deutlich, dass hier schon im Schriftlichen ein erheblicher Aufwand  von Nöten ist. Hinzu kommt, dass eine relativ hohe Völkerzahl (12, besser mehr) vorgehalten werden muss.

Die zeitliche und finanzielle Belastung, allein für Königinnentausch zwecks Fremdprüfung (Transport, Verschickung), sind nicht zu unterschätzen. 

Wahrscheinlich ist die Summe des Aufwandes letztlich der Grund, warum keiner unserer Halter sich ernsthaft der Linienzucht zugewandt hat.

Zum Abschluss seines Referats gibt Rudi dann noch Tipps, wie wir mit eingeschränkten Möglichkeiten an der Verbesserung des Genpools unserer Bienen arbeiten können (Eintragung unserer Beobachtung an den Völkern als Auswahlkriterium für die Standbegattung in diff. Fragebögen).

Im Anschluss an die Ausführungen dankt der 1. Vorsitzende dem Referenten für seine langjährige Hilfe innerhalb des Vereins (Bereitstellung von durchgezüchtetem Sklenar-Carnica-Erbgut, nebst Ratschlägen) und der ausführlichen Darstellung der Zuchttheorie, die uns auf Grund der Komplexität noch ein wenig ratlos zurück lässt.

Zum Verstehen bedarf es sicher der weiteren Beschäftigung.

 

Was bringt der Mai noch?

Neben AFB ist Kalkbrut hier und da ein Problem. Hängt es mit der feucht-kühlen Witterung zusammen? Wir hoffen auf den Mai und ansteigende Temperaturen.

Der Nektareintrag ist bei den stärkeren Einheiten durchaus gut. Was allgemein auffällt, ist der starke Bruteinschlag und der hohe Ansatz von Drohnenbrut. Hier und da zeigt sich ausgeprägte Schwarmlust. Schröpfen scheint das Gebot der Stunde zu sein.

Die Robinienblüte (Akatientracht) fällt, wie so oft, auch 2016 dem Regen zum Opfer. Dafür honigt in diesem Jahr die Linde wieder.

Wie geplant, können wir am Samstag, dem 03. September unser Spätsommerfest bei Doris und Franz-Josef  in Kohlscheid feiern. Das Wetter spielt mit. Auftakt bildet ein Spaziergang zu und auf die Bergehalde Wilsberg mit freiem Blick von der Kuppe über das Land.

Wer den Spaziergang nicht mitmacht, stößt um 16:30 Uhr zur Gruppe.

Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen. Der ist sehr lecker, dank Dietmars Künsten. Im Laufe des Spätnachmittags und  des Abends ist dann Grillen angesagt. Franz-Josef und Markus betätigen sich als Grillmeister. Die mitgebrachten Salate und das frische Brot munden. Der schöne Hausgarten rundet das Wohlfühlen ab. Wir danken Doris, Franz-Josef und Markus für die umsichtige, gute Bewirtung und somit auch für das gelungene Fest.

 

Die Versammlung vom 05.09. diskutiert vor allem Fragen der Varroabehandlung und der Auffütterung für den Winter.

Die letzte Versammlung des Kalenderjahres am 07.11.2016 bietet sich für einen Rückblick an. Johannes dankt für die Ausrichtung des Festes im September.

Er referiert anschließend zum Thema Honigverarbeitung. Schwerpunktmäßig geht er auf häufige Fehler ein und zeigt Maßnahmen zur Vermeidung.

Der Jahresabschluss gilt dem Totengedenken in der Messe in St. Willibrord. Auf dem Altar steht dann immer eine schöne, große Kerze aus echtem unverfälschtem Bienenwachs, die Johannes, schon wie sein Vater, in jedem Jahr gießt und dem Pfarrer übergibt.

In 2016 ist Pfarrer Intrau sehr eingehend auf Leben und Werk des Hl. Ambrosius, des Patrons der Imker, eingegangen, was uns sehr freut.

 

Im Anschluss essen die Imkerinnen und Imker mit ihren Partnerinnen und Partnern gemeinsam zu Mittag und sitzen noch ein Weilchen in froher Runde beisammen und üben sich in Harmonie.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

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