Der Bienenzuchtverein Merkstein

Die Imker in Herzogenrath-Merkstein

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Rückblick Oxalsäurebehandlung

Liebe Imkerfreunde,

am 29.Januar 2012 gingen jetzt doch die Temperaturen auf Null. Mit einem heftigen Kaltluftschwall aus Sibirien meldete sich der Winter. Völker, die bei dem milden Wetter im November, Dezember des vergangenen Jahres durchweg schon mit dem Brutgeschäft begonnen hatten, müssen jetzt den Nachwuchs versorgen. Die Gemüllkontrolle zeigt daher teils stärkeren Verzehr an. Es ist anzunehmen, dass die Königinnen bei den vorherrschenden Temperaturwerten kaum stiften werden; ich las Nachtwerte von bis zu minus 13°/ 14°C auf dem Thermometer meines Bienenhauses ab.

Ich behandelte meine Völker am 11.12.2011 bei einer Tageshöchsttemperatur um +8°. Der Bien saß in lockerer Traube und war gut zu behandeln. Es flogen nur einzelne Tiere auf. Die Diagnose hatte im Vorfeld bei einigen Völkern natürlichen Totenfall von deutlich mehr als einer Milbe ergeben. Als Beispiel greife ich ein Volk heraus, welches geringe Varroa-Belastung erwarten ließ.


Bei diesem Volk zählte ich vom 1. bis 11.12. einen natürlichen Totenfall von 10. Vom Befallsgrad mit etwas weniger als einer Milbe pro Tag, liegt ein Grenzfall vor. Ich entschloss mich, auch dieses Volk zu behandeln. Es fielen in den folgenden Tagen 53, 194, 65, 29, 11, 18, 5, 4, 5 Varroen bis Ende Dezember. Bis zum 16.Januar fielen noch einmal 10 Varroen, insgesamt also 394. Danach, bis zum Tage (5.2.), beobachtete ich keinen Abfall mehr.


Man rechnet mit einer Wirkungsdauer der Behandlung von 4 bis 5 Wochen. Seit der Behandlung sind knapp 4 Wochen vergangen. Der Befund lässt also hoffen, dass dieses Volk mit geringer Belastung in die Sommersaison starten kann.


Fazit: Selbst bei grenzwertigen Befunden ist eine Winterbehandlung anzuraten.

Trotz der niedrigen momentanen Temperaturwerte sollte schon die Frühjahrsarbeit an den Völkern bedacht werden. Was ist zu tun? Siehe dazu Stichwort „Imkerliche Praxis“ Januar/ Februar

Heribert



zurück zu "Aktuelles"

 


Nach oben