Der Bienenzuchtverein Merkstein

Die Imker in Herzogenrath-Merkstein

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Beute und Brutraumgröße

Beuten / Bienenstock / Bienenbehausungen

Im deutschsprachigen Raum werden vom Menschen zur Unterbringung von Bienen geschaffene Behältnisse Beuten genannt ( engl.: bee-hive).
Wortgeschichtlich müssen wir weit zurückgehen. Pritzl (1920) vermutet die Herkunft des Wortes Beute aus dem angelsächsischen „beo“ für Biene. Burdach (1933) sieht den Ursprung im mittelhochdeutschen „biute“. Ob das Wort etwas mit ausbeuten zu tun hat, ist nicht belegt. Denkbar ist es, denn über Jahrtausende bestand „Imkerei“ aus reiner Plünderei, wobei die Nester mehr oder weniger zerstört wurden. In dem Wort Bienenstock schwingt noch die Herkunft aus dem hohlen Stamm, eben „Stock“ mit. Wir sprechen heute noch von „Stockausschlag“, wenn wir Zweige an der Basis oder am Schaft des Baumes meinen und die Triebe, die sich aus dem Stubben mancher Baumarten bzw. auf den „Stock“ gesetzter Sträucher entwickeln (Esche, Hainbuche, Weißdorn, Hasel, Erle u. a.).
Die Beute hat, wie man daraus ersehen kann, eine lange Entwicklungsgeschichte. Diese soll aber nicht Gegenstand dieser Abhandlung sein. Wir befassen uns hier mit den gegenwärtig gebräuchlichen Beutenformen.
Die allbekannten Strohkörbe fristen noch ein Nischendasein, vor allem in der Heideimkerei. Sie werden aber auch dort mehr und mehr von modernen Beutenformen abgelöst.
Nahezu alle heute in Deutschland benutzten Beuten gehören zwei Kategorien an: Hinter- und Oberbehandlungsbeuten. Die beiden Begriffe charakterisieren die Zugriffsweise des Imkers. Bei der Hinterbehandlungsbeute geht der Imker von hinten an die Waben heran. Sie werden waagerecht herausgezogen. Bei der Oberbehandlungsbeute steht der Imker nicht hinter der Beute, sondern beugt sich mehr oder weniger über den geöffneten Kasten und zieht die Waben nach oben heraus.
Lagerbeute und Ständerbeute sind zwei weitere Grundbegriffe. Die ursprüngliche Bedeutung bezog sich auf die Lage des Honigraums. Befand sich der Honigraum neben oder hinter dem Brutraum, sprach man von Lagerbeute, war er oberhalb, nannte man die Konstruktion Ständerbeute.
Heute bezeichnet man mit diesen Begriffen die Lage der Rähmchen. Rähmchen sind die beweglichen Teile des Bienenstocks, in welche die Bienen ihre Waben bauen. Die Rähmchen sind in aller Regel rechteckig. Das heißt, sie haben ungleich lange Seiten. Man kann sie also auch hochkant verwenden. Nimmt man sie hochkant, spricht man heute von Ständerbeuten. Die Rähmchen „stehen“. Sie hängen natürlich an ihren Ohren. Als Ohren bezeichnet man die überstehenden Leistenenden, die als Aufhängung dienen.
Verwendet man die Rähmchen quer, also die beiden längeren, parallelen Seiten oben bzw. unten und die kurzen Parallelen seitlich, spricht man von Lagerstellung bzw. Lagerbeute. Die meisten heute gebräuchlichen Beuten sind in diesem Sinne Lagerbeuten (Deutsch–Normalmaß–Beute [kurz DNM], Zander-B., Dadant-B. und ihre Varianten). Der Hauptunterschied besteht in Rähmchengröße/-fläche.
Den Bienen würde wahrscheinlich eine quadratische Form von etwa 30 x 30 cm behagen. So könnten sie am besten ihr kugeliges Brutnest mit den darüber liegenden Pollen- und Honigvorräten aufbauen. Da der reine Brutbereich meist nicht höher als 20 bis 25 cm ist, nehmen die Bienen auch die für den Imker praktischeren rechteckigen Rähmchen an. Dabei bevorzugt die Imkerei heute in der Regel die Lagerstellung. Beim Herausheben ist der Weg kürzer (Magazin-Imkerei!). die Gefahr, Bienen in dem maximal 1 cm weiten Raum zwischen Wandung und Rähmchenschenkel zu quetschen, ist dabei wesentlich geringer. Mehr Platz darf leider nicht sein, da die Bienen sonst erfahrungsgemäß den Zwischenraum verbauen und sich die Waben ohne erheblichen Aufwand nicht mehr ziehen lassen, verbunden mit viel Zerstörung und Beunruhigung (Stichgefahr!). Der sogenannte Bienenabstand (engl.: beespace) beträgt 8 mm +/- 2 mm (1851 entdeckt von Langstroth, 1834 unabhängig davon durch den Freiherrn von Berlepsch). Eine Biene ist +/- 4,5 mm hoch und ca. 10 mm lang.
Die Rähmchen unterscheiden sich in der Fläche, aber auch in der Leistenstärke und in der Länge der Ohren (überstehende Leistenstücke zur Aufhängung) am Oberträger.


Brutraum / Honigraum



Weiter oben ist schon die Rede von Brut- und Honigraum. Dem Imker ist daran gelegen, dass die beiden Lebensäußerungen des Biens, Vermehren und Vorsorgen, möglichst lokal getrennt stattfinden.
Dabei wird das Bienenvolk vom Imker in seinem Sinne beeinflusst. Das gelingt nur, weil er ein den Bienen natürlicherweise vorgegebenes Verhalten ausnutzt und verstärkt. Bienenvölker trachten danach, ihre Nahrungsvorräte möglichst fluglochfern neben, aber vor allem über dem Brutnest abzulagern, um sie vor fremdem Zugriff zu schützen.
Innerhalb der Beute ist die Brut im Normalfall immer dem Flugloch nahe untergebracht. Bei den meisten Verfahrensweisen nutzen die Imker ein Gitter, dessen Gitterstäbe so bemessen sind, dass zwar Arbeitsbienen durchschlüpfen können, nicht aber die größeren Drohnen und die Königin. Durch Eingrenzung des Brutnestes werden die Bienen dazu gebracht, die Vorräte in hohem Maße über dem Gitter zu deponieren, wo keine Brut ist, weil die Königin dort nicht hin kann.
Das erleichtert dem Imker sehr die Ernte.
Es gibt auch Verfahren ohne Sperrgitter. Die Unterschiede bleiben hier außen vor.
Der Bereich, in dem die Brut ist, heißt Brutraum, der Bereich für die Vorräte wird entsprechend Honigraum genannt.

Das in der Folge Gesagte bezieht sich auf die in allen Teilen zueinander beweglichen Magazinbeuten.
Bruträume können einzargig oder zweizargig sein. Die Größe des Honigraums richtet sich nach dem Trachtaufkommen. Er kann bei Magazinbeuten durchaus auch schon einmal dreizargig werden.
Zargen sind quadratische oder rechteckige Konstrukte ohne Deckel und Boden. Die beiden letzteren sind eigenständige Elemente. Alles passt aber zueinander.

Die Brutraumgröße


Für den Imker ist bei der Beutenwahl vor allem die Wabengesamtfläche im Brutraum entscheidend.
Man legt 4 Arbeiterinnenzellen pro cm2 zu Grunde bei einem Zelldurchmesser von 5,37 mm. Das ergibt auf einem dm2 rund 800 Zellen, beide Seiten gerechnet. Manche Imker arbeiten mit einem kleineren Zellenmaß, 5,1 mm ø. Die Mittelwände sind dann anders geprägt (1 dm2/ 880 Zellen).

Beim Innenmaß der Tabelle unten sind modifizierte (doppeltstarke) Oberträger in die Berechnung einbezogen. Bei Dadant ist das modifizierte (U.S.) Dadantmaß aufgeführt. Der Abstand von Mitte Rähmchen zu Mitte Rähmchen ist in der Regel 35 mm. Bei kleineren Zellen geht man auf 32 mm. Der Raum zwischen den Waben, die Gasse, liegt zwischen 8 und 10 mm. Das gilt auch für den Abstand der Rähmchenschenkel zur Beutenwandung.


4 Zellen pro cm2
Innenmaß
Fläche beidseitig
A.-zellen beidseitig
Zell. auf 10 Rähm.
Typ
34,4 x 19,9 cm
1.369 cm2
5.476 auf 1 Wabe, gerundet
54.765, gerundet
Deutsch-Normal **
35,0 x 30,0 cm
2.010 cm2
8.400 auf 1 Wabe
84.000
DNM 1 1/2 **
40,0 x 19,0 cm
1.520 cm2
6.080 auf 1 Wabe
60.800
Zander ***
40,0 x 26,5 cm
2.120 cm2
8.480 auf 1 Wabe
84.800
Zan(der-Da)dant*
42,8 x 25,5 cm
2.183 cm2, gerundet
8.732 auf 1 Wabe, gerundet
87.312, gerundet
Dadant








* Beschreibung weiter unten; ** Segeberger Hartschaumzargen fassen 11 Waben; *** Taunus-Zander Hartschaumzargen fassen 9 Waben



Eine Bienenkönigin legt zwischen Mitte April und Mitte Juni pro Tag bis zu 2000 Eier. Da die Arbeiterinnen 21 Tage zur Entwicklung vom Ei bis zum Schlupf brauchen, müssen maximal 21 x 2000 Zellen im Brutnest verfügbar sein. Das sind 42.000. Der Rest wird für Pollen- und Nektar- bzw. Honigeintrag und Lagerung genutzt.
Bei weitem nicht jede Königin schafft diese Leistung. Zudem können Schlechtwetterperioden die Legetätigkeit einschränken, absolut und nach Veranlagung der Weisel mehr oder weniger ausgeprägt.
Prinzipiell ist ein einzargiger Brutraum bei angepasster Völkerführung bei allen in der Tabelle aufgeführten Systemen möglich. Bei solch eingeengt sitzenden Völkern muss natürlich vor allem bei der Frühjahrsschleuderung darauf geachtet werden, dass die Futterversorgung gewährleistet bleibt. Für die Überwinterung sollte natürlich, je nach Volksstärke, eine zweiraumige Form ins Kalkül einbezogen werden, da sonst u.U. der Platz für das Winterfutter fehlt.
Brutraumgröße und Brutsteuerung sind nicht unerheblich für den imkerlichen Erfolg.

Die in den folgenden Personalien vorgestellten Imker stehen für voneinander abweichende Betriebsweisen. Natürlich gibt es auch viel Übereinstimmendes im Grundsätzlichen. Letztendlich bestimmt der Bien, wie weit er sich manipulieren lässt und wo die Grenzen sind.

Wolfgang Stöckmann (st), Berufsimker, 1000 Völker, plädiert für größere Waben, damit die Völker auf einem Brutraum gehalten werden können. Er sagt: „Deutsch Normalmaß ist im Prinzip ungeeignet. Das System wird irgendwann zu arbeitsaufwendig.“(st)

Ansgar Westerhoff (w), Berufsimker, 3000 Völker, Hohenheimer/Liebig-Einfachbeuten, max. Fassungsvermögen: 10 Waben pro Zarge, ein Brutraum im Zandermaß über hohem Boden, bis zu 9 Brutwaben, Drohnenzellen (Naturbau) im hohen Boden, Schied im Brutraum, Honigräume 3/4 Zander über Gitter
Strebt nicht unbedingt große Volkseinheiten an, aber sicheren Ertrag.
Quelle: Deutsches Bienenjournal, 10/2013, S. 14 f; 01/2014, S.16 f

Erwin Schwarz (s), Berufsimker, modifizierte Dadantbeute, max. 10 Waben normal hoch im Brutraum, Schied, Honigräume 1 / 2 hoch, Dickwaben
Seine Betriebsweise zeigt in der Begrenzung des Brutraumes Ähnlichkeiten zur Arbeitsweise von A. Westerhoff. Er arbeitet mit kleineren Zellen (5,1 mm statt 5,37 mm im Durchmesser und einem geringeren Wabenabstand, Mitte zu Mitte 32 mm statt 35 bis 38 mm).
Quelle: Reiner Schwarz, Imkern mit Dadant, 2.Auflage, 1/2013, Selbstverlag, www.dadant.org Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Dr. Pia Aumeier (a), Ruhr-Uni, Bochum / Dr. Gerhard Liebig (l), früher Uni Hohenheim, 200 Völker, Liebig-Einfachbeute, max. 10 Waben pro Zarge, zwei Bruträume im Zandermaß, Honigräume über Gitter im Zandermaß
Streben starke Einheiten und damit hohen Ertrag an, der sich mit dieser Methode aber auch nicht immer erzielen lässt. Starke Überwinterungseinheiten machen das Überwintern bei entsprechender Einfütterung ziemlich sicher und erlauben einen zügigen Start zur Nutzung der Frühtracht. Man kann auch im Frühjahr relativ entspannt sein, weil die Völker viel Platz haben(2 BZ) oder rasch Raum bekommen (1BZ, Salweidenblüte 2. BZ, Kirschblüte Erweiterung mit ganzen Zargen, 2 BZ, 1. HZ über Gitter, Drohnenrahmen), nachteilig ist die schwere Hebearbeit

Es gibt keine Betriebsweise und keine Beutenform, die nur Vorteile hat. Jeder muss die in seiner persönlichen Lage günstigste Form wählen. Gerade aber für ältere Menschen mit Skelettproblemen oder für Frauen, die nicht so gerne schwer heben möchten, ist die Verfahrensweise von Westerhoff eine Option. Es braucht kein zweiter Brutraum bewegt zu werden, und eine volle Dreiviertel-Zander-Zarge wiegt vielleicht 20 kg und nicht um die 30 kg wie beim Normalmaß. Das macht schon einen Unterschied.
Möglicherweise lässt sich die Betriebsweise auch auf das Taunus-Zander-System (Kunststoffzargen) mit 9 Waben (54000 Zellen) pro Einheit übertragen, was zusätzlich noch einmal weniger Gewicht bedeuten würde, zumal es auch diese Zargen als halbhohe und dreiviertel hohe Einheiten gibt.
Beim Abschleudern muss natürlich bei dieser Verfahrensweise strikt darauf geachtet werden, dass genügend Futter im Volk bleibt, denn bei eingeengtem Brutraum ist dort so gut wie nichts zu holen. Aber es gibt ja in der Regel auch Waben, die noch nicht erntereif sind. Sie bleiben als Notration im Volk. Einige Kilos müssen schon bleiben.

Zan(der-Da)dant-System

Inzwischen bietet der Imkerhandel auch Zanderzargen in den Außenmaßen 520 x 420 x 292 mm über flachem Boden an, für 10 Rähmchen in Höhe 285 mm.
Dazu sind 120 mm hohe Halbzargen (Rähmchenhöhe 110 mm) und 159 mm hohe Zweidrittelzargen (Rähmchenhöhe 149 mm) lieferbar. Was annähernd dem Raumvolumen bzw. der Zellfläche der modifizierten Dadantbeute bei 10 Waben im Brutraum entspricht (Z 84.800 zu D 87.312).

Eine Segeberger Kunststoffzarge hat bei 11 Waben im Deutsch-Normal-Maß ca. 64.500 Zellen. Leider hat man hier die kurzen Ohren an den Rähmchen, was das Halten derselben erschwert.

Segeberger Zargen gibt es auch in eineinhalb hoch.

Das Aumeier/Liebig-Verfahren hat in zwei Bruträumen ca. 2 x 60.000 (120.000!) Zellen, da kann neben der Brut auch sehr viel Nektar und Pollen abgelagert werden.

A. Westerhoff:
„Für mich sind Betriebsweisen Anpassungen an bestimmte Probleme und Ressourcen.“(w)
„Viele Berufsimker arbeiten mit einem Brutraum. Aber jeder hat wiederum sein eigenes System. Unseres lebt davon, dass Jungvölker und im Frühjahr eingeengte Völker nicht in der Mitte der Zarge sitzen, sondern am Rand. Sie wachsen von dort aus in eine Richtung und werden nur durch Mittelwände in einer Richtung erweitert. Dadurch sind die Waben chronologisch geordnet: links die älteren und rechts die ganz frisch ausgebauten.“(w)
Im Laufe der aufsteigenden Brutkurve verlagern die Völker das Brutnest in die Mitte der Zarge.
„...wir nutzen diese Tendenz, um durch gezieltes Schröpfen der ältesten Waben den Wabenbau zu erneuern und Jungvölker zu bilden. Wir nehmen immer die ältesten Waben am Rand. Das Brutnest rückt nach. Das Schröpfen ist ein wesentlicher Bestandteil der Betriebsweise. Dadurch regulieren wir die Volksstärke und das wirkt sich wiederum auf die Schwarmstimmung aus. Außerdem haben wir ein sehr kompaktes Brutnest, denn die Mittelwände werden sofort sehr intensiv für die Brutaufzucht genutzt. Auf älteren Waben befinden sich auch viele andere Zellen.“(w)
„ Wir können das (erhöhten Schwarmtrieb) nicht feststellen. Wenn man oberhalb eines kompakten Brutnestes reichlich ausgebaute Waben im Honigraum anbietet, wird der Nektar kaum im Brutnest eingelagert. Dieser Effekt scheint die Schwarmstimmung zu dämpfen. Man darf bei der Betriebsweise nicht den Fehler machen, durch Gabe von Waben im Brutnest für Platz sorgen zu wollen. Dadurch löst man das Verhonigen des Brutnestes erst aus. Je kompakter das Brutnest, je jünger der Wabenbau im Brutnest, desto besser funktioniert es. Rein theoretisch passt das Brutnest eines jeden Volkes auf sieben Zanderwaben. Das entspricht 42000 Brutzellen – dem Maximum für starke Völker. Wird regelmäßig geschröpft, gibt es niemals Platzmangel.“(w)

A. Westerhoff wendet die Kippkontrolle an und lässt im hohen Boden Drohnenbau zu, allerdings begrenzt durch im Boden belassene Futtergeschirre mit Stroh darin.
Möglich ist Baubegrenzung sicher auch durch flexible Leisten.
„Die guten Völker wachsen auch auf einer Brutzarge zu richtig starken Völkern heran, die vier bis fünf Zanderzargen füllen.“(w)

R. Schwarz:
„Dem Volk wird nun (April) jede überzählige Wabe entnommen! Es wird je eine flankierende Futterwabe belassen, dazwischen der Baurahmen und die mit Brut belegten Waben. Erfahrungsgemäß sind zu dieser Zeit in keinem Volk mehr als sieben Waben vor dem Schied (7 Dadantwaben/ca. 61.000 Zellen, 10 Zanderwaben/ca. 60.000 Zellen). Pollenbretter werden entfernt, bzw. hinters Schied gehängt! Keine Angst, das ist nicht zu wenig!
Pollenbretter wirken im Brutnest wie Trennschiede und sind dadurch Schwarmtrieb fördernd. Zu dieser Jahreszeit kommt überall genügend frischer Pollen ins Volk, der sofort verbraucht wird. Ein leichter Pollenkranz auf den Brutwaben ist für Regentage absolut ausreichend. Sollte ein heftiger Mangel eintreten, so wird der Pollen aus der Wabe hinter dem Schied umgetragen.
Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt werden nahezu geleerte dunkle (brutfrei!) Waben ausgeschieden.“(s, S. 21)
– eventuell parken hinter dem Schied, bis Honigraum aufgesetzt wird.

Wildkirschblüte: Aufsetzen von gleich zwei Honigräumen über Gitter, damit sich nicht bei einsetzender Tracht sogleich eine den Schwarm fördernde Honigglocke über dem Brutnest bildet.
„...bis jetzt wurde im Brutnest noch keine Mittelwand gegeben. Das ist so gewollt. Erst nach Annahme des Honigraums durch das Volk, wird der Butraum erweitert. „Jede zu früh gegebene Mittelwand im Brutraum kostet einen Honigraum an Ernte“ (Zitat im Zitat) – ist eine Faustregel, die sich in vielen Jahren bestätigt! Das ist aber übrigens nicht so, weil das Ausbauen der Mittelwand „zu viel Honig kostet“(Zitat im Zitat), sondern weil den Bienen ein falsches Nektarmanagement aufgedrängt wird.“(s, S. 22)


 

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