Der Bienenzuchtverein Merkstein

Die Imker in Herzogenrath-Merkstein

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Chronik nur 2014

Rückblick 2014

Der Chronik des Jahres 2014 sei ein Zitat aus unserer Homepage voraufgestellt.

Dort heißt es unter „Aktuelles“ am 21.03.14: „Vor dem Fenster ist ein Schauer im Gange, und es weht heftig. Das freut mich! Den Regen brauchen wir dringend. Ein paar Tage ohne, oder mit geringem Flug, können die Bienen zur Aufbereitung des eingetragenen Nektars nutzen.“

Das mutet aus der Feder eines Imkers zunächst sicher eigenartig an.

Die Trachtphase beginnt in 14 sehr früh mit moderaten Temperaturen und wenig Niederschlag bis in den Mai hinein. Aus Erfahrung wissen wir, ist es zu trocken, versiegt der Nektarstrom allzu leicht.

Da, wo Eintrag aus Rapsfeldern zur Obstblüte hinzukommt, bringt die Ernte der Frühtracht sehr zufriedenstellende Ergebnisse, insgesamt befriedigende. Auch Juni und Juli zeigen wenig Wetterextreme. Die Lindenblüte, die letzte ergiebigere Tracht in unserer Gegend, können die Bienen ziemlich ohne große Trachtpausen nutzen, so dass auch die Sommertrachternte sehr ordentlich ausfällt.

Weniger begeistert sind wir Imker von der Witterung ab Ende Juli. Es beginnt eine lange Periode mit ungünstigem Wetter. Immer wieder absackende Temperaturen, gepaart mit hoher Luftfeuchte, erschweren die Bekämpfung der Varroamilbe.

Es zeigt sich bei den Diagnosen des Befalls, dass nicht nur die Völker in diesem Frühjahr sehr rasch und kräftig erstarkten, sondern parallel auch die Milbenpopulation zügig wuchs und die Varroen zum Sommer hin in hoher Zahl die Völker parasitieren. Bekämpfungsmaßnahmen müssen, teils bis weit in den Herbst hinein, wiederholt werden. So kann fast ausnahmslos nicht auf die Winterbehandlung in der brutfreien Zeit verzichtet werden.

Hier und da brechen bereits im Frühwinter Völker zusammen. Anzunehmen, dass die Varroabelastung in solchen Fällen höher als vermutet war. Zunehmend spielen auch Viren eine üble Rolle, denen die Milben als Vektoren den Weg bereiten.

Abschließendes wird man erst Ende März/Anfang April 2015 nach der Durchlenzung sagen können.

Die Jahreshauptverhandlung (02.02.14) eröffnet G. Schmitz (1. Vorsitzender) mit Begrüßung der Anwesenden und dem Rückblick auf 2013. Nach Kassenprüfung (F.-J. Capellmann/Markus Dahmen) und Entlastung des Vorstandes werden die Kassenprüfer für 2014 gewählt (D. Barde/I. Münstermann).

Die Überlegung, einen Beamer anzuschaffen, wird auf 2015 vertagt. A. Finken bietet an, sein Gerät zu den Sitzungen mitzubringen, was sich im Laufe des Jahres aber auf Grund von Terminproblemen als unrealistisch erweist.

Es wird beschlossen, in den Monaten ohne Versammlung (April, Juni, August, Oktober) eine Stammtischrunde an jedem ersten Freitag des Monats anzubieten. Bei diesen Treffen wird es im Gegensatz zu den Versammlungen keinen programmatischen Rahmen geben. Die erfahrenen Imker wollen durch Absprache dafür sorgen, dass zumindest einer von ihnen zur Beantwortung von aufkommenden Fragen anwesend ist. Dieses Angebot wird angenommen und erweist sich für 2014 als Erfolg. Im Rahmenprogram führen J. Billmann und D. Gruhn den Film „More then honey“ und eine kurze Sequenz aus der Kamera von Dr. Liebig zur Völkernachschau im Februar vor.

Die Versammlungen am 10. März, 5. Mai, 7. Juli und 1. September (jeweils 1. Mo. des Monats) thematisieren vor allem die imkerliche Praxis des jeweiligen Zeitraums innerhalb des Bienenjahres.

Im Mai werden dann, koordiniert durch J. Billmann, Sammelbrutableger zur Königinnennachzucht zusammengestellt. Am 28. Mai schlüpft die erste Serie und wird den Imkern zur Pflege übergeben. Eine weitere Einheit folgt und kommt zum Erfolg, so dass die Merksteiner Imker mit einer ausreichenden Anzahl von jungen Königinnen für 2014 versorgt sind.

Die letzte Versammlung 2014 am 3. November hat als ersten Punkt die Winterbehandlung der Bienen gegen die Varroa mit Oxalsäure/Milchsäure zum Inhalt. Das Treffen dient aber auch alljährlich dem kritischen Rückblick und befasst sich darüber hinaus mit perspektivischen Gedanken. Über den Vorschlag der Erhöhung des Jahresbeitrags von 10 auf 15 Euro erzielt die Versammlung Einigkeit. Formal soll die Erhöhung aber auf der Hauptversammlung am 02.02.2015 beschlossen werden.

Das Vereinsleben beschränkt sich erfreulicherweise nicht nur auf Versammlung und Stammtisch. Am 27.04. laden Marianne und Heribert Kaußen zu sich nach Euchen ein. Vor Kaffee und Kuchen schauen sich die Gäste den Bienenstand von Imkerfreund Heribert an. Auf dem weitläufigen Grundstück wachsen eine Menge Bienenpflanzen, die natürlich reges Interesse wecken. Der anschließende Spaziergang in die nähere Umgebung steht unter dem Motto „Trachtpflanzen“. Es wird eifrig diskutiert und bestimmt. Sicher wird das eine und andere an Erkenntnis haften bleiben.

Am 27.07. laden Rosalinde und Gerhard Schmitz zur Feier ihrer Goldhochzeit zu sich nach Hause ein. Es wird ein schönes, harmonisches Treffen bei leckerem Essen und Trinken und anregend fröhlicher Unterhaltung. Wir danken dem Jubelpaar und wünschen den beiden Gottes Segen und noch eine lange Spanne glücklichen Beisammenseins.

Das obligatorische Grillfest mit voraufgehendem Gang durch die nähere Umgebung, dem anschließenden Nachmittagskaffee und dem abendlichen Grillen wird in diesem Jahr am 30.8. von Diana und Ingo Münstermann ausgerichtet. Leider kommt am Abend der im Wetterbericht vorausgesagte Regen. Zum Glück haben Münstermanns vorgesorgt, so dass das Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch tun kann. Den Gastgebern sei für ihren Einsatz und die vorzügliche Ausgestaltung des Festes herzlich gedankt.

Um wetterunabhängig zu werden, erwirbt der Verein im August ein ziemlich großes Zelt in den Ausmaßen von 4 x 8 Metern.

Die Einweihung des Zeltes mit Komplettaufbau feiern wir dann im Rahmen des vorgezogenen Oktoberstammtischs am 19. September bei Hiltrud und Dietmar Gruhn in Boschelen. Sie haben erfreulich viel Platz und freundlicherweise eingeladen. Ihnen danken wir natürlich sehr für ihr Hilfe. Hiltrud hat eine leckere Suppe zubereitet und auch für Häppchen gesorgt. Dietmar kann uns seinen vorbildlichen Schleuder- und Honiglagerraum zeigen, der kurz vorher fertig wurde.  Es hat uns geschmeckt und wir können dank Hiltruds und Dietmars Gastfreundschaft einen schönen Spätnachmittag und Abend erleben.

Das traditionelle Treffen zu Ambrosius (Patron der Imker) ist in diesem Jahr schwach besucht. Die, die gekommen sind, haben trotzdem ein paar schöne gemeinsame Stunden. Eigentlich ist geplant, im Rahmen des Ambrosiustages unserem sehr geschätzten Imkerfreund Rudi Vogel aus Eupen die Ehrenmitgliedschaft des Merksteiner Vereins anzutragen. Er muss leider absagen, da es ihm gesundheitlich nicht gut geht.

Der Vorstand fährt daher am 19.12. nach Eupen, um die Ehrung nachzuholen und die Urkunde zu überreichen. Mariele und Rudi empfangen Gerhard, Johannes und Heribert mit der von den Vogels gewohnten großen Herzlichkeit. Johannes und Heribert haben ein Erinnerungsbuch aus Jahren gemeinsamen Bemühens um die Bienenzucht und aus dem Vereinsleben zusammengestellt und können das nun durch Gerhard überreichen lassen. Es ist eine bewegende Szene und ein schöner Abschluss des Imkerjahres. Fast müßig zu sagen, dass wir für alle Rudi Genesung wünschen. Liebe Mariele, lieber Rudi, alles, alles Gute!


 


Nach oben